Ab wann darf man Appetitzügler kaufen?

Statistisch betrachtet haben in Deutschland mittlerweile rund zwei Drittel aller Männer und die Hälfte aller Frauen Übergewicht. Immer mehr Menschen werden sogar fettleibig und haben damit ein erhöhtes Risiko, an gefährlichen Folgeerkrankungen wie Arterienverkalkung oder sogar einem Herzinfarkt zu leiden.

Millionen Bundesbürger haben es bereits erfolglos mit Diäten versucht und sehen mitunter keine andere Möglichkeit mehr, als durch bestimmte Medikamente Gewicht zu verlieren. Zu diesen Arzneimitteln gehören in erster Linie sogenannte Appetitzügler.

Doch ab wann darf man Appetitzügler kaufen, wie funktionieren sie, können Sie überhaupt wirken und wie gefährlich sind diese Medikamente eigentlich? Auf diese Punkte und einige andere Fragen möchte gerne im folgenden Beitrag etwas näher eingehen.

Worum handelt es sich bei Appetitzüglern überhaupt?

Bevor wir auf die Frage eingehen, ab wann man Appetitzügler kaufen darf, möchten wir zunächst einmal erläutern, worum es sich bei dieser Medikamentengruppe eigentlich handelt. Appetitzügler sind meistens Arzneimitteln, die dazu geeignet sind, das Hungerempfinden im zentralen Nervensystem zu beeinflussen. Vereinfacht ausgedrückt heißt das, dass Sie nach der Einnahme der entsprechenden Medikamente weniger Hunger bzw. Appetit als vorher haben. Dies wiederum hat den gewünschten Effekt, dass Sie weniger Nahrung zu sich nehmen und demzufolge Ihr Gewicht halten oder sogar abnehmen können. Mitunter handelt es sich allerdings nicht um Medikamente, sondern es gibt in diesem Bereich auch Nahrungsergänzungsmittel, was durchaus ein beachtenswerter Unterschied ist.

Ein Problem macht allerdings deutlich, dass es sich bei Appetitzüglern keineswegs um ungefährliche Medikamente handelt: Zum einen sind sämtliche Medikamente aus dieser Gruppe, die ohnehin relativ klein ist, verschreibungspflichtig. Zum anderen werden Appetitzügler bisher in Deutschland nur relativ selten verschrieben. Dies ist durchaus zu begründen, denn immerhin blockieren die entsprechenden Wirkstoffe Nervensignale im Gehirn, was definitiv keine unriskante Form ist, um das Hungergefühl zu reduzieren.

Zwar gibt es auf der einen Seite auch einige rezeptfreie Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel, allerdings beschreiben viele Kunden, dass diese nicht den gewünschten Effekt haben. Zum anderen existieren wenige rezeptpflichtige Medikamente, insbesondere mit dem Wirkstoff Orlistat, die Sie unter anderem auch per Ferndiagnose erhalten können. Vor der Einnahme solcher Appetitzügler sollten Sie allerdings mit Ihrem Arzt sprechen, denn sämtliche Medikamente aus dieser Gruppe sind mit Vorsicht zu genießen, da sie unter anderem abhängig machen können.

Warum nehmen Menschen überhaupt Appetitzügler?

An dieser Stelle ist durchaus die Frage berechtigt, warum zahlreiche Bundesbürger überhaupt Appetitzügler nehmen bzw. versuchen, sich diese verschreiben zu lassen. Der Hauptgrund besteht natürlich darin, dass man sich aufgrund des Übergewichtes selbst in seinem Körper nicht mehr wohlfühlt oder bereits Gesundheitsschäden, wie zum Beispiel Arterienverkalkung oder andere Probleme, vorhanden sind. Oftmals haben es die Patienten zuvor vergeblich versucht, beispielsweise mit Diäten Gewicht zu verlieren oder durch mehr Bewegung abzunehmen. Trotzdem es mittlerweile mehrere Medikamente aus der Gruppe der Appetitzügler gibt, empfehlen Experten dennoch, möglichst durch andere Maßnahmen abzunehmen, insbesondere:

  • Ernährungsumstellung
  • Sport treiben
  • Viel Bewegung
  • Verzicht auf sehr fett- und kohlenhydrathaltige Nahrung

Bei vielen Abnehmwilligen ist es allerdings so, dass häufig die Disziplin fehlt, die zuvor genannten Maßnahmen durchzuführen. Letztendlich landen zahlreiche Patienten dann bei Appetitzüglern, da diese versprechen, quasi ohne zusätzlichen Aufwand den Appetit zu zügeln und damit Gewicht verlieren zu können. Insbesondere bei einer längerfristigen Einnahme sollte man allerdings äußerst vorsichtig sein, denn es kann teilweise zu starken Nebenwirkungen solcher Medikamente kommen. 

Appetitzügler kaufen mit Vorsicht

© Gina Sanders / Fotolia

Zahlreiche Appetitzügler aus dem Internet sind gefährlich

Wie bereits erwähnt, gibt es in der Rubrik Appetitzüglern sowohl rezeptfreie Mittel als auch rezeptpflichtige Medikamente. Da diese Arzneimittel immer häufiger genutzt werden, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aktuell diverse sogenannte Schlankheitsmittel, also Appetitzügler, untersucht.

Das Fazit fällt ernüchternd aus, denn insbesondere Medikamente aus diesem Bereich, die online angeboten werden, enthalten häufig gefährliche Inhaltsstoffe und können zu schweren Gesundheitsschäden führen.

Dies trifft zwar nicht auf alle Angebote zu, denn Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, Originalmedikamente per Ferndiagnose im Internet zu erhalten. Bei zahlreichen Angeboten handelte es sich jedoch um Medikamente, die gefährliche und zugleich illegale Inhaltsstoffe beinhalteten.

Ein Grund besteht vor allem darin, dass es sich bei zahlreichen Appetitzüglern um sogenannte Nahrungsergänzungsmittel handelt, bei denen kein behördliches Zulassungsverfahren erforderlich ist. Die Verbraucherzentrale Hamburg kommt aktuell übrigens zu einem ähnlichen Ergebnis, denn auch sie stellte fest, dass der größte Teil der angebotenen Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel aus dieser Gruppe häufig mindestens wirkungslos, wenn nicht sogar gesundheitsgefährdend ist. Wenn Sie sich also für Appetitzügler entscheiden, ist es äußerst wichtig, zumindest ein seriöses Originalmedikament zu finden, welches Sie per Ferndiagnose von einem ebenso seriösen Anbieter erhalten können.

Welche Appetitzügler sind besonders gefährlich?

In der großen Gruppe der Appetitzügler muss man durchaus unterscheiden, wie das jeweilige Mittel wirken soll. Insbesondere die folgenden Mittel gelten oft als mindestens wirkungslos oder sogar gefährlich:

  • Quellmittel
  • Fettbinder
  • Ballaststoffe

Diese Mittel sind vor allen Dingen dann als gefährlich einzustufen, wenn gleichzeitig zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen wird, denn dann können sie zu Verstopfungen sowie im schlimmsten Fall sogar zum Darmverschluss führen. Dies gilt ebenfalls für sogenannte Entwässerungsmittel, die insbesondere auf den Inhaltsstoffen Birkenblätter, Wacholder oder auch Brennnessel basieren. Nur äußerst wenige Appetitzügler hält die Verbraucherzentrale Hamburg für zumindest eingeschränkt empfehlenswert, insbesondere Medikamente, die den Wirkstoff Orlistat beinhalten.

Welche Nebenwirkungen können Appetitzügler haben?

Je nach Medikament sind die möglichen Nebenwirkungen von Appetitzüglern sehr vielfältig, was vor allem daran liegt, dass die Arzneimittel Gehirnimpulse beeinflussen können. Nicht wenige Arzneimittel aus dieser Gruppe enthalten Wirkstoffe, die eine ganz ähnliche Wirkung wie Amphetamine hervorrufen. Eines der Hauptprobleme ist sicherlich die Gefahr der Abhängigkeit, die bei Appetitzüglern oft definitiv vorhanden ist. Dies wiederum ist ebenfalls auf die Wirkung im Gehirn zurückzuführen, die salopp formuliert durchaus mit der Wirkung von Drogen vergleichbar ist. So gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Nervosität oder auch Schlafstörung zu den möglichen Nebenwirkungen. Darüber hinaus sind es die folgenden Nebenwirkungen, die – je nach Präparat – bei Appetitzüglern ebenfalls nicht selten auftreten:

  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit
  • Spannungsgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Verwirrtheit

Neben diesen Nebenwirkungen gibt es noch weitere mögliche Beschwerden nach Einnahme der Appetitzügler, die allerdings meistens selten bis sehr selten auftreten können, wie zum Beispiel Sehstörungen, Angstzustände, Durchfall, Impotenz, Libidoveränderungen oder ein Abfall des Blutdrucks. Psychiatrische Erkrankungen gehören übrigens sogar zu den am häufigsten festgestellten Nebenwirkungen der Appetitzügler. Dazu zählen zum Beispiel Psychosen, Nervosität, Depressionen oder auch eine große innere Unruhe.

Fazit: Ab wann darf man Appetitzügler kaufen?

Die zuvor aufgelisteten Nebenwirkungen lassen bereits erahnen, dass Appetitzügler definitiv nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Daher ist es umso wichtiger, bei Medikamenten auf seriöse Anbieter zu achten oder, noch besser: Entweder den Appetit auf natürliche Weise durch Disziplin zügeln oder eine Ernährungsumstellung durchführen, und zudem durch viel Bewegung und Sport Gewicht zu verlieren.

Die Frage, ab wann man also Appetitzügler kaufen kann, ist nicht leicht zu beantworten. Voraussetzung ist ein Rezept, aber trotzdem sollten diese Medikamente auch nur dann infrage kommen, wenn vorherige Abnehm-Versuche, beispielsweise durch Sport oder Ernährungsumstellung, über einen längeren Zeitraum gescheiterte sind.

Wo kann man Appetitzügler kaufen?

Sie können über Ihren Hausarzt ein Rezept für einen Appetitzügler erhalten. Alternativ können Sie auch Anbieter die eine Ferndiagnose anbieten besuchen. Hierfür müssten Sie beispielsweise nach „Appetitzügler per Ferndiagnose“ googeln um auf entsprechende Anbieter zu stoßen.

Ihnen kann dann über das Internet ein Rezept für die Behandlung mit einem Appetitzügler ausgestellt werden und das Medikament per Expressversand zugestellt werden.

 

Quellen und Links:

Bildquelle: #81427676 – © Gina Sanders – Fotolia.com

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