Abnehmen: Tipps & Tricks von Verbrauchern

Das Thema Abnehmen beschäftigt nach wie vor viele Millionen Bundesbürger, was nicht verwunderlich ist. Immerhin gelten mittlerweile über 70 Prozent der Männer und mehr als 50 Prozent der Frauen als übergewichtig. Auf der anderen Seite wird in den Medien nach wie vor Schlankheit als ein Schönheitsideal proklamiert, sodass viele Millionen Männer und Frauen in Deutschland danach streben, ihr Gewicht zu reduzieren oder sogar die Idealfigur zu erreichen. Aus diesem Grund gibt es schon seit Jahrzehnten massenweise Diäten und zahlreiche weitere Methoden, die angeblich zum erfolgreichen Abnehmen verhelfen sollen. Viele Methoden sind allerdings nur eingeschränkt oder gar nicht wirksam, was insbesondere auf zeitweilige Diäten zutrifft. Wir möchten uns in diesem Beitrag daher auf Erfahrungen sowie Tipps und Tricks von Verbrauchern konzentrieren, die es möglich machen, Gewicht zu verlieren.

Diäten wirken sehr selten wirklich auf Dauer

Mittlerweile ist weitreichend bekannt, dass insbesondere solche Diäten, die sich auf eine vorübergehende Änderung der Essgewohnheiten stützen, dauerhaft nicht wirken. Dies gilt nahezu übergreifend für alle Diäten, denn das Problem besteht darin, dass das Essverhalten nur für einen bestimmten Zeitraum geändert wird. Anschließend tritt jedoch der gefürchtete Jo-Jo Effekt ein, sodass nicht wenige Verbraucher nach einer Diät sogar mehr Gewicht zulegen, als sie vor der Diät hatten. Ideal und sehr wirksam wäre hingegen eine dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, beispielsweise weniger Fett und Kohlenhydrate zu essen sowie diese durch vollwertige Produkte, insbesondere Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, zu ersetzen. Das Problem besteht allerdings darin, dass vielen Verbrauchern die Disziplin dazu fehlt, auf Süßigkeiten, Fleisch oder Kohlenhydrate in größerem Umfang zu verzichten. Es gibt jedoch durchaus einige Dinge, die man im Kleinen ohne großen Verzicht tun kann, die aber dennoch einen Teil dazu beitragen, dauerhaft Gewicht zu reduzieren und somit abzunehmen. Oftmals handelt es sich dabei um Erfahrungen und Tricks, die Verbraucher in der Praxis erfolgreich anwenden oder bereits erfolgreich angewendet haben.

Tipp 1: Keinen strengen Verzicht üben!

Ein anscheinend sehr wichtiger und hilfreicher Tipp, den man im Zusammenhang mit dem Abnehmen und einer leichten Umstellung der Ernährung ständig hört, besteht darin, keinen allzu strengen Verzicht zu üben. Wer beispielsweise grundsätzlich weniger Süßigkeiten und fettreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen möchte, sollte es insbesondere in den Anfängen nicht übertreiben und sich beispielsweise nicht das Ziel setzen, die nächsten Monate komplett auf Kuchen, Schokolade oder Pizza zu verzichten. Meistens tritt in diesem Fall nämlich eine Heißhungerattacke auf, welche den bis dato vielleicht schon erreichten Abnehmerfolg zunichtemachen kann. Auch Psychologen bestätigen, dass ein genereller Verzicht auf ein bisher gerne konsumiertes Nahrungsmittel dazu führt, dass das Verlangen nach genau diesem Produkt umso größer ist, sodass es letztendlich schwer wird, durchzuhalten.

Abnehmen durch viele Kleinigkeiten erreichen

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Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies: Wenn Sie beispielsweise grundsätzlich weniger Kuchen und Kekse essen möchten, verzichten Sie die nächsten Monate nicht komplett auf diese Nahrungsmittel, sondern gönnen sich beispielsweise jeden Sonntag ein Stück Kuchen. Natürlich ist dies immer noch besser, als wenn Sie – wie vielleicht zuvor – jeden zweiten Tag Kuchen und Kekse essen. Das Zauberwort lautet also zum einen schrittweise Reduzierung der ungesunden Nahrungsmittel, die allerdings andererseits nicht zwangsläufig im völligen Verzicht auf die jeweiligen Produkte enden muss.

Tipp 2: Süßigkeiten und Dickmacher durch geeignete Alternativen ersetzen

Ein zweiter Tipp besteht im Bereich Abnehmen darin, dass es einerseits natürlich sinnvoll ist, auf Süßigkeiten und Dickmacher zu verzichten bzw. diese deutlich zu reduzieren. Dies glückt allerdings meistens nur, wenn es zumindest einen adäquaten Ersatz gibt. Wenn Sie zum Beispiel abends vor dem Fernseher gerne etwas knabbern und bisher Chips konsumieren, können Sie diese vielleicht durch Salzstangen oder Walnüsse ersetzen. Wenn es möglich ist, schaffen Sie es im Idealfall sogar, die fetthaltigen Knabbereien durch Gemüsesnacks, wie zum Beispiel Karotten mit Dip, zu ersetzen.

Wichtig ist in dem Zusammenhang einfach, dass Sie im Beispielfall abends vor dem Fernseher nicht gänzlich auf Snacks verzichten, denn dann würde über kurz oder lang wieder die bereits beschriebene Heißhungerattacke einsetzen. Viel effektiver ist es hingegen, wenn Sie sich an Alternativen gewöhnen, die Ihnen natürlich ebenfalls schmecken sollten. Der Gewöhnungseffekt spielt ohnehin eine große Rolle, denn in den meisten Fällen ist es auf Dauer leichter als gedacht möglich, auf andere Nahrungsmittel umzusteigen.

Tipp 3: Gehen Sie Versuchungen bewusst aus dem Wege

Nicht umsonst gibt es schon seit vielen Jahrzehnten den zutreffenden Spruch: „Das Auge isst mit“. Medizinisch ist es relativ einfach zu erklären, dass der Appetit beim Betrachten eines leckeren Nahrungsmittel angeregt wird. Vereinfacht dargestellt haben Sie also beispielsweise deutlich mehr Lust auf eine Pizza, wenn Sie gerade an einer Pizzeria vorbei laufen, als wenn Sie momentan nicht mit diesem leckeren Nahrungsmittel konfrontiert werden. Daher lautet ein weiterer Tipp, dass Sie eventuellen Versuchungen bewusst aus dem Wege gehen sollten. Natürlich muss die stets praktikabel sein und sollte keinesfalls zu größeren Einschränkungen führen.

Nehmen wir den täglichen Weg von der Arbeit nach Hause als Beispiel. Falls Sie grundsätzlich zwei mögliche Gehwege zur Verfügung haben, wobei einer dieser Wege an einer Pommesbude vorbeiführt und der andere nicht, sollten Sie sich insbesondere dann für den zweiten Weg entscheiden, wenn Sie gerne Pommes, Currywurst oder ähnliche Nahrungsmittel essen. Allein aufgrund der Tatsache, dass Sie nicht täglich an der Pommesbude vorbei laufen, wird es statistisch betrachtet unwahrscheinlicher werden, dass Sie dort öfter anhalten und sich eine Portion Pommes rot-weiß genehmigen. Diese Methode ist natürlich in vielen anderen Fällen anwendbar und es hängt vor allem davon ab, welche Nahrungsmittel Sie gerne konsumieren, auf die Sie besser öfter verzichten sollten. Nicht immer können Sie diesen Verführungen aus dem Wege gehen, aber meistens hilft es bereits, die Anzahl der Versuchungen zu reduzieren.

Tipp 4: Informieren Sie sich über gesundheitliche Risiken von Übergewicht und Fettleibigkeit

Manche Menschen brauchen eine Art Anstoß, um von sich aus eine Umstellung der Ernährung vorzunehmen bzw. den Konsum verschiedener ungesunder Nahrungsmittel zu reduzieren. So kann es beispielsweise beim Abnehmen hilfreich sein, wenn Sie sich zunächst einmal darüber informieren, welche gesundheitlichen Schäden und Risiken Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit haben können. Bei manchen Personen wirken beispielsweise Bilder von entsprechenden Erkrankungen, die zumindest teilweise auf Übergewicht zurückzuführen sind, sehr gut in der Hinsicht, als dass man denkt: „Diese Probleme möchte ich nicht haben und verzichte daher lieber hin und wieder auf ungesunde Nahrungsmittel“. Der Tipp basiert also vor allem auf einer gewissen Abschreckung, nämlich dass größeres Übergewicht zumindest statistisch die Gefahr erhöht, an bestimmten Krankheiten zu leiden, wie zum Beispiel:

  • Herz- und Kreislaufprobleme
  • Arterienverkalkung
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Arthritis

Auch Sie möchten derartigen Erkrankungen sicherlich aus dem Wege gehen, sind aber vielleicht dennoch nicht konsequent genug, um Ihre Ernährung entsprechend anzupassen. Daher können vielleicht drastische Negativbeispiele und auch Bilder den zuvor erwähnten Anstoß geben, dass Sie zumindest Ihre Ernährung etwas gesünder gestalten und als erfreulichen Nebeneffekt dann Gewicht verlieren.

Tipp 5: Bewegung fürs Abnehmen in den normalen Alltag einbauen

Die gesunde Ernährung und Reduktion von Dickmachern bzw. ungesunden Lebensmitteln ist natürlich nur ein Teil auf dem Weg zum Abnehmen. Mindestens genauso wichtig ist es, dass Sie sich regelmäßig bewegen, denn Bewegung erhöht den Kalorienverbrauch. Allerdings besteht ein Problem meistens darin, dass sich viele Menschen nicht dazu aufraffen können, beispielsweise zwei- oder dreimal in der Woche joggen zu gehen oder anderweitig regelmäßigen Sport zu treiben. Daher besteht ein interessanter Tipp darin, dass Sie einfach mehr Bewegung in Ihren normalen Alltag einbauen. Sie werden sich wundern, wie viele Möglichkeiten es täglich gibt, dass Sie sich etwas mehr bewegen, ohne es zu merken und schon gar nicht in Verbindung mit einem spürbar höheren Aufwand. Das klassische Beispiel besteht sicherlich darin, dass Sie anstatt des Fahrstuhls einfach die Treppen nehmen. Gelegenheiten, wie Sie mehr Bewegung in den Alltag einbauen können, gibt es viele, wie zum Beispiel die folgenden:

  • Nicht die nächstgelegene Bushaltestelle nutzen, sondern einfach mal eine Haltestelle weiter einsteigen
  • Treppen gehen statt Fahrstuhl nutzen
  • Mittagspause zu einem Spaziergang nutzen
  • Kleinere Strecken öfter mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegen
  • Beim Telefonieren in der Wohnung herumlaufen, statt auf dem Sofa zu sitzen

All diese Optionen und noch zahlreiche weitere Möglichkeiten helfen dabei, in der Summe Gewicht zu reduzieren bzw. zumindest den Kalorienverbrauch zu erhöhen. Zwar handelt es sich vielfach nur um Kleinigkeiten, aber auch in diesem Bereich gilt: Die Summe macht’s!

 

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Ein Kommentar

  • Dass Diäten nicht für immer sind, habe ich schon öfter gehört.

    Seit meiner Jugend leide ich an Übergewicht. Ich habe schon einiges versucht. Leider hat bis jetzt nichts geklappt. Eine Freundin hat mir geraten, mich an einen personal trainer zu wenden.

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