Was bringt Epehrdrin beim Abnehmen?

Ephedrin ist ein Adrenozeptor-Agonist – der Puls steigt, der Hunger wird unterdrückt. Allerdings kann durch den Effekt von Ephedrin nur minimale Kalorien zusätzlich verbrannt werden. Das ganze auch nur weil der Körper mehr leisten muss und der Puls nach oben getrieben wird. Wer dann auch noch Leistungssport betreibt, bringt den Körper an seine Grenzen… und das ganze nicht im positiven Sinne. 

Der Einsatz von Ephedrin als Gewichtsreduktion ist illegal und gefährlich. Ärzte verschreiben daher kein Ephedrin für eine Diät. 

Zuletzt geändert am: 15. Oktober 2020
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Katharina Schmitt
FAQ über Ephedrin
Ephedrin ist ein stimulierendes, pflanzliches Mittel, das ursprünglich zu Bekämpfung von Asthma angewendet wurde. Mittlerweile wird die Ephedrin kaum noch verschrieben.

Für den Gewichtsverlust wird Ephedrin von keinem Arzt verschrieben. Dafür gibt es andere, zugelassene Appetitzügler wie Alvalin (Cathin) oder Tenuate.

Nein. Da aus Ephedrin und Pseudoephedrin die Droge Crystal Meth (N-Methylamphetamin) hergestellt werden kann, fällt der Stoff unter das Grundstoffüberwachungsgesetz. Auch als reines Ephedrin steigert es die Leistung und ist daher ein Dopingmittel.

ECA beschreibt die Kombination aus Ephedrin, Coffein und Acetylsalicyl. Diese Kombination wird vor allem im Sport missbräuchlich und illegal eingesetzt. 

Ja, durch Ephedrin entsteht ein sehr schneller Gewöhnungseffekt. Wer über mehrere Wochen Ephedrin einnimmt, muss mit Entzugserscheinungen und Schwäche durch das absetzen rechnen. 

Ja. Das Erkältungsmittel Wick MediNait enthält eine sehr geringe Menge Ephedrin. Es eignet sich nicht für den Gewichtsverlust oder Dopingzweck. 

In Deutschland wurde länger das Ephedrin-Präparat Vencipon N als Schlankheitspille verkauft. Mittlerweile gibt es dieses Medikament nicht mehr.  

HINWEISE

Ephedrin darf nicht für den Sport oder einer Diät eingesetzt werden. Die Einnahme ist gefährlich und hat ein hohes Suchtpotenzial. Die Wirkung auf den Kalorienverbrauch ist sehr gering, kann allerdings zum Sport motivieren. 

Alternativen
Artikelübersicht:
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    Anwendungsgebiet von Epehdrin

    Wofür wird Ephedrin eigentlich eingesetzt?

    Die klassischen Anwendungsgebiete für Ephedrin beruhen auf der Stimulation bestimmter Rezeptoren. Der Wirkstoff hat sympathomimetische Eigenschaften. Diese kommen sowohl direkt, als auch durch indirekte Effekte zum Tragen.

    Es wird – zusammen mit anderen Symptom-lindernden Wirkstoffen – zur Verbesserung der erkältungsbedingt eingeschränkten Atmung in manchen Erkältungsmedikamenten eingebaut. Der sympathomimetische Wirkstoff soll z. B. bei einem Nasenspray die Nasenschleimhäute abschwellen lassen.

    Auch bei Asthmapatienten kann Ephedrin eingesetzt werden. Bei dieser Indikation soll es die gefährlichen Bronchospasmen beheben. In diesen Verwendungen wird der Stoff als „Ephedrin hemisulfat“ oral verabreicht.

    Bei niedrigem arteriellem Blutdruck (Hypotonie) wird der Wirkstoff injiziert. Das ist zum Beispiel während einer Spinal- oder Epirural-Anästhesie bzw. bei der Allgemeinanästhesie der Fall. 

    Wofür sind Sympathomimetika bekannt?

    Ephedrin – also Sympathomimetika (Adrenozeptor-Agonisten) – stellen eine recht umfangreiche Arzneimittelgruppe dar. Mediziner unterscheiden diese Arzneistoffe in Alpha- und Beta-Sympathomimetika.

    Neben dem hier beschriebenen Ephedrin gehören auch folgende Wirkstoffe in diese Kategorie:

    • Adrenalin
    • Amphetamin
    • Dopamin
    • Dobutamin
    • Methamphetamin
    • Methylephedrin
    • Methlyphenidat
    • Noradrenalin
    • Oxymetazolin
    • Salbutamol

    Die Liste der Sympathomimetika ist normalerweise noch um einiges länger. Die direkten Sympathomimetika aktivieren sogenannte Adrenozeptoren. Die meisten dieser Wirkstoffe kennen die Menschen nur unter dem Namen von Medikamenten, in dem diese Substanzen enthalten sind. Oxymetazolin ist beispielsweise im Schnupfenmittel „Nasivin“ enthalten. Methlyphenidat ist besser unter dem Markennamen „Ritalin“ bekannt. 

    Der Wirkstoff findet sich in zahlreichen Medikamenten. Er wird aus Extrakten des Ephedra-Krautes – auch als Meerträubel (Ephedra sinica) bekannt – oder synthetisch hergestellt. Der stimulierende Pflanzen-Extrakt ist als Alkaloid „Ephedrin“ benannt. 

    Dieses Sympathomimetikum stellt die Blutgefäße eng. Es erweitert die Bronchien und erhöht zugleich den Blutdruck. In medizinischer Nutzung wird es bei niedrigem arteriellem Blutdruck (Hypotonie) eingesetzt.

    Der Wirkstoff wird von Medizinern aber auch als Injektion bei Asthmaanfällen oder anders bedingten Bronchospasmen verabreicht. Auch manche oral zu verabreichenden Erkältungsmedikamente (Wick MediNait) enthalten Ephedrin. Diese wird oft in Mischungen mit anderen Arzneistoffen verarbeitet.

    Ephedrin ist auch als Partydroge bekannt

    Ephedrin hat jedoch diverse Neben- und Wechselwirkungen. Es wird leider auch gelegentlich als Stimulans und Partydroge eingesetzt.

    Bekannt ist auch, dass dieses Mittel eine Vorläufer-Chemikalie ist, mit deren Hilfe Labors illegale Rauschdrogen wie Methamphetamin (Crystal Meth) und illegale Dopingmittel herstellen. Daher ist die Abgabe von Ephedrin ohne Rezept nicht möglich.

    Als Appetitzügler oder Fatburner hat Ephedrin einen fragwürdigen Nutzen und wird gewiss nicht von Ärzten für den Zweck einer Diät verschrieben.

    Effekte von Ephedrin

    Was bewirkt Ephedrin?

    Als direkt wirkendes Sympathomimetikum wirkt Ephedrin an den Alpha- und Betarezeptoren. Für indirekte Effekte sorgt es durch die gesteigerte Ausschüttung von Noradrenalin.

    Ephedrin wirkt als Stimulanz im zentralen Nervensystem (ZNS). Es stimuliert außerdem das kardiovaskuläre System, die Atmungsorgane und die Schließmuskeln (Sphinktere) im Harn- und Verdauungstrakt. Außerdem entsteht eine ähnliche Wirkung wie ein Monoaminooxidase- bzw. MAO-Hemmer. Die Einnahme kann einen Blutzucker-Anstieg verursachen.

    Der Wirkstoff kann oral, parenteral, intramuskulär oder subkutan verabreicht werden. Im Körper wird der Wirkstoff sofort komplett resorbiert. Es sammelt sich in Organen wie Leber, Nieren, Milz, Lunge oder Gehirn an. Nur geringe Anteile werden von der Leber abgebaut. Wird Ephedrin oral oder parenteral – also über eine Bauchsonde – verabreicht, werden mehr als 77 Prozent des Wirkstoffs über die Harnblase entsorgt.

    Die Dosis definiert sich durch die jeweilige Anwendung. Ohne ärztliche Anweisung sollte die Dosis nicht festgelegt werden.

    Nebenwirkungen von Ephedrin

    Trotzdem finden sich Erkältungsmedikamente mit Ephedrin, die frei verkäuflich sind. In Bodybuilder-Kreisen werden diverse Nahrungsergänzungsmittel gehandelt, in denen Ephedrin zu finden ist. Der Missbrauch kann aber zu starken Nebenwirkungen führen. Zudem muss nach der Gewöhnung die Dosis immer weiter erhöht werden.

    Zu beachten sind außerdem Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Sympathomimetika. Es gibt strikte Kontraindikationen.

    Wer Ephedrin als Monopräparat überdosiert, kann von folgenden Faktoren betroffen sein:

    Dabei handelt es sich bei vielen der hier genannten Symptome um Anzeichen einer Überdosierung. Diese bedarf gegebenenfalls der medizinischen Behandlung.

    Überdosis dringend vermeiden

    Die Wirkung von Ephedrin setzt bereits nach 20 bis 30 Minuten ein und kann dann bis zu 6 oder 8 Stunden lang anhalten. So schnell und besonders auch so lange können dann aber auch die Nebenwirkungen anhalten. Wer Ephedrin überdosiert muss also eine lange Zeit mit Nebenwirkungen rechnen. 

    Eine Überdosierung kann lebensgefährlich werden. Dies gilt es dringend zu vermeiden. 

    Optimalerweise werden Ephedrin Fatburner in einer Dosis von 3 x 25 mg täglich verwendet. Eine höhere Dosis verbessert die Fettverbrennung nicht. Die empfohlene Dosis ist dreimal täglich vor den Mahlzeiten einzunehmen.

    In Verbindung mit Aspirin oder einem anderen Prostaglandinhemmer wirkt Ephedrin HCL noch besser. Doch dies kann die Nebenwirkungen nur noch mehr verstärken. ECA Stacks beinhalten bereits Aspirin und sorgen somit für einen sehr gefährlichen „Stack“.

    Warnhinweise bei Ephedrin

    Ephedrin sollte in der Schwangerschaft keinesfalls verwendet werden. Der Wirkstoff kann die Plazentaschranke überwinden.

    Studien haben die Einnahme von Ephedrin-haltigen Präparaten seitens der Mutter mit einer Erhöhung der Herzfrequenz beim Fötus in Verbindung gebracht. Außerdem kam es bei damit belasteten Ungeborenen zu Unregelmäßigkeiten beim Herzschlag bzw. zu Herzrasen. Welche Spät- oder Folgeschäden daraus resultieren, ist nicht bekannt.

    Auch während des Stillens sollte vermieden werden, Medikamente mit Ephedrin zu sich zu nehmen. Der Wirkstoff kann wegen des Durchquerens der Plazentaschranke in die Muttermilch einsickern. Falls eine stillende Frau dennoch den Wirkstoff zu sich genommen haben, sollte sie ihr Kind zwei Tage nicht stillen. Andernfalls sind beim Neugeborenen Schlafstörungen und Überreizungserscheinungen zu beobachten.

    Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

    Ephedrin ist dafür bekannt, ein hohes Interaktions-Potential zu haben. Das bedeutet im Klartext: Es gibt viele Wechselwirkungen mit anderen Sympathomimetika oder Medikamenten zu beachten.

    Selbst harmlos klingende Verbindungen aus Ephedrin und Koffein verstärken sich gegenseitig auf gefährliche Weise in der Wirkung.

    Insbesondere Patienten, die Beta-Blocker, andere Sympathomimetika oder sogenannte MAO-Hemmer gegen Histamin-Intoleranz einnehmen, sind gefährdet. Wenn diese Menschen zusätzlich Ephedrin zuführen, kann es zu Wechselwirkungen kommen.

    Zu diesen gehören Überempfindlichkeiten gegenüber einem Medikamentenwirkstoff. Es kann zu einer Wirkungssteigerung oder Wirkungsminderung einzelner Medikamenten-Wirkstoffe kommen.

    Wechselwirkungen sind bekannt mit:
    Nicht verwendet werden darf Ephedrin bei:

    Kombinationen mit indirekten Sympathomimetika wie Pseudoephedrin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin oder Methylphenidat sind ebenso kontraindiziert, wie die Kombination mit oral oder nasal verwendbaren Alpha-Sympathomimetika (z. B. Nasivin) und nicht-selektiven MAO-Hemmern.

    Wo kann man Ephedrin kaufen?

    Kombinationen mit anderen Wirkstoffen können aber trotzdem in geringen Mengen verkäuflich sein. Im Übrigen ist der Handel damit strafbar. In den USA oder den Niederlanden ist Ephedrin seit Längerem verboten.

    An sich sind in Deutschland auch die Ephedrin-haltigen Mittel apotheken- und rezeptpflichtig. Dennoch werden diese oft illegal im Internet angeboten. Sie werden als „Wundermittel zum Abnehmen“ oder als „Fatburner“ mit durchschlagender Wirkung gehandelt.

    Auf keinen Fall Ephedrin rezeptfrei kaufen

    Im Bereich des Bodybuildings und Fitness-Trainings erfreuen sich Ephedrin-haltige Präparate und Nahrungsergänzungsmittel großen Zuspruchs. Es handelt sich dabei allerdings um illegale Dopingmittel. Zudem kann jemand aus Flüssig-Verabreichungen oder Tabletten mit Ephedrin-Gehalt Grundstoffe für die Herstellung verbotener Amphetamin-Abkömmlinge als Drogen synthetisieren.

    Daher unterliegt dieser Grundstoff in Deutschland dem Grundstoffüberwachungsgesetz (GÜG). Dieses stellt eine Vorstufe zum Betäubungsmittelgesetz (BtMG) dar. Da Ephedrin eine chemische Ähnlichkeit mit Amphetaminen hat und dem körpereigenen Adrenalin nicht unähnlich ist, kann die Nutzung Ephedrin-haltiger Präparate die Fahrerlaubnis kosten.

    Außerdem ist Ephedrin bis zu einem Monat im Blut nachweisbar. Die Einnahme kann bei einem Drogentest als Amphetamin-Missbrauch bewertet werden. 

    Video über Ephedrin

    FAZIT & MEINUNG

    Meinung über Ephedrin

    Zwar wird Ephedrin aufgrund der appetithemmenden und aufpuschenden Wirkung gerne als Fatburner eingesetzt, legal ist dies allerdings nicht. Ephedrin kann nicht langfristig zum Einsatz einer Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Kein Arzt verschreibt Ephedrin für eine Diät. Die Risiken & Nebenwirkungen sind dabei viel zu hoch. 

    Die Nebenwirkungen von Ephedrin erhöhen sich durch das erhöhen der Dosis stetig. Da der Körper sich sehr schnell an den Wirkstoff gewöhnt, ist eine Überdosierung wahrscheinlich. Auch aus rechtlicher Sicht, ist der Erwerb von Ephedrin illegal. 

    Alternative Appetitzügler:

    Alternativ können Ärzte alternative appetithemmende Medikamente bei einem BMI über 30 (oder 27 mit Begleiterkrankungen) verschreiben. Die Verordnung kann auch über eine Ferndiagnose im Internet erfolgen. 

    Quellen: