Das Geheimnis aller Diäten

Zahlreiche Diäten werben damit, DIE Formel zum Abnehmen gefunden und DAS Geheimnis des Erfolgs gelüftet zu haben. Doch auch wenn einige Konzepte erfolgsversprechender und / oder gesünder als andere sind, funktioniert der Gewichtsverlust einzig durch ein Kaloriendefizit bzw. durch eine negative Energiebilanz, also wenn die Zufuhr an Energie in Form von Lebensmitteln geringer ist, als die Energie, die für die täglichen Aktivitäten und Abläufe benötigt wird.

Wer abnehmen möchte, muss lediglich weniger Kalorien zu sich nehmen, als er verbraucht. Nimmt er mehr Kalorien zu sich, legt er folglich an Gewicht zu.

Wenn jemand regelmäßig Sport treibt, kann er auch mehr essen und wer im Büro arbeitet, hat in der Regel einen geringeren Gesamtumsatz. Dennoch ist Ernährung ein sehr komplexes Thema, welches noch lange nicht ausreichend erforscht ist. Es gibt zahlreiche Faktoren, die die Energiebilanz jedoch auch die Gesundheit beeinflussen können und gerade deshalb kann eine gute Diät sehr hilfreich sein.

 

kaloriendefizit


Kaloriendefizit: der Grundsatz aller Diäten

 

Alle Diäten basieren auf dem Grundsatz des Kaloriendefizits und können somit zum Erfolg führen. Abnehmen ist also zumindest in der Theorie sehr simpel: wer weniger isst, als er an Energie verbraucht, befindet sich im Kaloriendefizitund nimmt folglich ab.

Je radikaler der Unterschied zwischen Zufuhr und Verbrauch ist, desto schneller auch dieGewichtsabnahme. Allerdings ist bei einem extremen Kaloriendefizit auch das Risiko eines Jo-Jo-Effekts sehr viel größer.

Die Herangehensweisen können von Person zu Person unterschiedlich gut geeignet sein und die diversen Konzepte differenzieren sich auch in Hinsicht auf die Gesundheit und die Durchhalterate.

So ersparen einem einige Konzepte das Kalorienzählen und bei anderen wird ein kompletter Ernährungsplan vorgeschrieben. Manche Diäten verursachen ein Hungergefühl und Heißhungerattacken, bei anderen Konzepten wiederrum ist das Risiko von Mangelerscheinungen und Symptomen wie Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit oder Stimmungsschwankungen sehr hoch.

 

Kaloriendefizit richtig nutzen

 

Wer versucht abzunehmen, ist oftmals schnell enttäuscht. Einige Menschen meinen, sie würden doch auf so vieles verzichten und sie nehmen trotzdem nicht ab. Wer seine Essgewohnheiten über einen längeren Zeitraum hin einschränkt und nicht an Gewicht verliert, übersieht vielleicht versteckte Kalorienfallen wie etwa die Chips und Nüsse beim Fernsehen oder die Cola zum Mittagessen.

Andere Menschen sehen zwar auf der Waage aber nicht im Spiegel einen Unterschied. Dies kann beispielsweise an einem Wasserverlust oder Muskelschwund liegen.

Fakt ist jedenfalls, dass ein Kaloriendefizit zwangsläufig zum Gewichtsverlust führt. Allerdings ist dafür auch etwas Geduld angebracht, da der Körper nicht wie ein Geschäft funktioniert, bei dem jeden Abend abgerechnet wird. Ein Kilogramm Körperfett hat etwa 9000 kcal, wovon 80 bis 85 % aus reinem Fett bestehen. Wer also ein Kilogramm Körperfett verlieren möchte, muss etwa 7500 kcal einsparen.

Bei einem Kaloriendefizit von 500 kcal dauert es demnach 15 Tage, um ein Kilogramm Körperfett abzunehmen. Ein Kaloriendefizit von 500 kcal ist schon enorm und kann diverse Auswirkungen auf die Leistung, Stimmung und Gesundheit haben.

Mit einem Defizit von 300 kcal am Tag dauert das Abnehmen zwar etwas länger, dafür ist nicht nur das Risiko eines Jo-Jo-Effekts geringer, sondern auch die Durchhalterate und Erfolgswahrscheinlichkeit höher.

 

Kaloriendefizit herstellen

 

Um ein Kaloriendefizit herzustellen, muss erst einmal der individuelle Gesamtumsatz berechnet werden. Dieser setzt sich aus dem Grundumsatz, also der Energiemenge, die der Körper bei völliger Ruhe benötigt, und der täglichen Aktivität zusammen. Nun ist es wichtig, Kenntnis über die Kalorienmenge aller zugeführten Lebensmittel zu haben.

Es ist einerseits möglich, jedes Getränk und auch die noch ach so unbedeutenden Snacks nach dem Verzehr zu notieren, zusammenzurechnen und beim gewünschten Kaloriendefizit aufzuhören zu essen. Hierbei ist allerdings die Gefahr groß, dass die erlaubte Kalorienmenge viel zu früh erreicht wird und danach nichts mehr gegessen werden darf. Deshalb ist es sinnvoller, einen Ernährungsplan zu erstellen, bei dem die Kalorienzufuhr vor dem Verzehr errechnet wird.

Dadurch ist es möglich, viele Sattmacher einzuplanen und auch zu später Stunde noch essen zu können. Natürlich kann das Vorhaben auch durch körperliche Aktivität unterstützt werden.

Wer doch gesündigt hat, kann die Differenz immer noch herstellen, indem er Sport macht. Es gibt im Internet und in Büchern für die diversen Tätigkeiten wie Joggen, Push Ups oder Schwimmen Durchschnittswerte, sodass sie von der täglichen Kalorienzufuhr abgezogen werden können.

 

Fazit

 

Da alle Diäten auf dem Grundsatz des Kaloriendefizits beruhen, können sie auch alle zum Erfolg führen.

Es ist natürlich auch möglich, ohne die Vorschriften und Regeln einer Diät ein Kaloriendefizit herzustellen und abzunehmen. Trotzdem kann ein gut durchdachtes Konzept sehr hilfreich sein, da dabei zum Beispiel sattmachende Lebensmittel vorgeschrieben, Nahrungsgüter, die Heißhungerattacken verursachen verboten oder komplette Ernährungspläne samt Kalorienmenge zu Verfügung gestellt werden.

Bei Diäten, die von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern empfohlen werden, ist außerdem die Zufuhr aller wichtigen Vitamine und Mineralstoffe gegeben.

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