Die 5 zu 2 Diät – Vor- und Nachteile

Das Konzept der 5 zu 2 Diät ist simpel: Fünf Tage die Woche wird normal gegessen, an den zwei weiteren Tagen ist Fasten angesagt. Diese Diät ist bei vielen Menschen beliebt, die nicht vollständig auf ihre Gewohnheiten verzichten möchten oder keine Lust auf komplizierte Dauerdiäten haben. Erfolg verspricht das Konzept dadurch, dass die Gefahr zu scheitern gering ist und der Stoffwechsel sich nicht auf ein Sparprogramm umstellt, wodurch ein Jo-Jo-Effekt wegfällt und auch das Risiko von Heißhungerattacken recht niedrig ist.

Die 5 zu 2 Diät ist also ein perfekter Kompromiss für Menschen, die Schwierigkeiten damit haben, vollständig auf Leckereien zu verzichten oder keine Zeit für aufwendige Diätkonzepte aufbringen können und dennoch abnehmen möchten.

 

5 zu 2 diätHauptmerkmale der 5 zu 2 Diät

 

  • 5 Tage nach Belieben essen
  • An 2 Tagen nur ¼ des üblichen Kalorienbedarfs zu sich nehmen
  • Geringer bis gar kein Jo-Jo-Effekt
  • Kaum Heißhungerattacken
  • Hohe Durchhalterate (ca. 70%)
  • Möglicherweise Frust, Nervosität und Schwäche an den Fastentagen

 

Was ist bei der 5 zu 2 Diät erlaubt?

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Die 5 zu 2 Diät unterscheidet sich sehr von anderen Schlankheitskuren, da an 5 Tagen die Woche wirklich alles gegessen werden darf, was das Herz, beziehungsweise der Magen, begehrt. Sicherlich zweifeln viele erst einmal an dem Konzept, da sie befürchten, an den fünf Nicht-Fastentagen, übermäßig viel zu essen und somit eventuell sogar zuzunehmen. Dies ist aber in der Regel nicht der Fall, da der Körper sich durch die Fastentage wieder an ein Hungergefühl gewöhnt und das Sättigungsgefühl schneller einsetzt, als vorher.

Wer also die zwei Fastentage die Woche meistert, kann abnehmen, ohne auf schmackhaften Sünden verzichten zu müssen! Es kann frei gewählt werden, an welchen Tagen gefastet wird. Allerdings ist es sinnvoll, die zwei Fastentage nicht hintereinander zu legen, um ein Scheitern zu verhindern und den Organismus nicht zu sehr zu schwächen.

 

Was ist bei der 5 zu 2 Diät verboten?

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Verbote gibt es lediglich an zwei Tagen in der Woche. Doch keine Sorge, Fastentag bedeutet nicht, dass es komplett verboten ist, zu essen. Allerdings dürfen Sie an diesen zwei Tagen nur ein Viertel des üblichen Kalorienbedarfs zu sich nehmen. Das entspricht bei Frauen etwa 500 Kalorien und bei Männern ca. 600 Kalorien. Da es nicht einfach ist, so viele Kalorien einzusparen, ist es sinnvoll, genau zu überlegen, was an diesen Tagen auf den Tisch kommt. Schließlich möchte man sich ja so wenig wie möglich quälen.

Es ist empfehlenswert, protein- und ballaststoffreiche Lebensmittel zu essen. Speisen mit einem hohen Kohlenhydratgehalt hingegen, haben nicht nur viele Kalorien, sie machen auch nur kurzzeitig satt. Natürlich darf auch der Kaloriengehalt von Getränken nicht unterschätzt werden. An Fastentagen sollte daher möglichst auf Cola, Alkohol, Obstsäfte oder andere zuckerhaltige Getränke verzichtet werden.

 

An Fastentagen empfehlenswert:

 

  • Gemüse
  • Obst
  • magerer Fisch
  • mageres Fleisch

 

An Fastentagen nicht empfehlenswert:

 

  • Pasta, Brot, Croissant etc.
  • Chips, Schokoriegel u.Ä.
  • Avocado, Datteln, Backobst u.Ä.
  • Nüsse
  • Zuckerhaltige Getränke (z.B. Saft oder Cola)

 

Was sind die Vorteile der 5 zu 2 Diät?

 

vorteileVorteilhaft bei dieser Diät ist natürlich, nicht vollständig auf Köstlichkeiten wie Pizza, Schokolade oder Chips verzichten zu müssen. Dadurch ist es auch einfacher, die Diät durchzuhalten. Studien zufolge brechen nur etwa 30 % der Personen diese Diät ab, während es bei anderen Konzepten mehr als 50 % nicht schaffen.

Es ist leichter die Diät durchzustehen, wenn man weiß, dass man am nächsten Tag wieder normal essen darf. Auch der Jo-Jo-Effekt fällt hierbei weg, da nur an zwei Tagen weniger als üblich gegessen wird und der Körper somit nicht auf Sparmodus schaltet. Außerdem kommt es bei dieser Schlankheitskur auch so gut wie nie zu Mangelerscheinungen oder anderen gesundheitlichen Risiken, zumal nicht vollständig auf gewisse Nährstoffe verzichtet werden muss.

Des Weiteren ist Fasten, wie schon seit Urzeiten bekannt ist, sehr gesund. Auf diese Weise können der Körper entgiftet, der Blutdruck sowie die Cholesterinwerte gesenkt und Demenz sowie Krebs vorgebeugt werden. Zudem ist es sehr angenehm, nur an zwei Tagen Kalorien zählen zu müssen und auf eine entsprechende Ernährung zu achten.

Somit lässt sich die Diät auch leicht in den Alltag integrieren, denn jeder kann die Wochentage für das Fasten nach eigenem Belieben wählen.

 

Was sind die Nachteile der 5 zu 2 Diät?

 

nachteileZumindest in Anfangszeit besteht die Gefahr, an den Nicht-Fastentagen zu viel zu essen. Im Laufe der Zeit tritt aber schnell ein Sättigungsgefühl ein, sodass dieses Risiko nicht mehr besteht. Ein viel größeres Problem stellen die Fastentage an sich dar. Vielen Menschen fällt es auch bis zum Schluss hin schwer, an einem Tag so wenige Kalorien zu sich zu nehmen.

Vor allem Personen, bei denen das Hungergefühl eine gesteigerte Aggressivität auslöst, könnten hiermit Probleme haben. Außerdem kommt es bei einigen Menschen an den Fastentagen zu Schwäche, Nervosität und verminderter Leistungsfähigkeit.

 

Für wen ist die 5 zu 2 Diät geeignet?

 

Die 5 zu 2 Diät ist nahezu für jeden geeignet. Sie funktioniert sowohl bei Männern als auch bei Frauen und ist selbst bei Personen, bei denen andere Diäten gescheitert sind oder der Jo-Jo-Effekt immer wieder eintritt, erfolgsversprechend.

 

Für wen ist die 5 zu 2 Diät nicht geeignet?

 

Schwangere und stillende Frauen sowie Kinder und Jugendliche, die noch im Wachstum sind, sollten auf die 5 zu 2 Diät verzichten. Bei der Einnahme von Medikamenten und bei gewissen Erkrankungen wie etwa Diabetes, sollte die Diät stets mit dem Arzt abgesprochen werden.

 


Expertenfazit zur 5 zu 2 Diät

fazit

Bei der 5 zu 2 Diät handelt es sich eigentlich gar nicht um eine Diät, sondern um ein sogenanntes Intervall- oder intermittierendes Fasten. Dieses Konzept entspricht der ursprünglichen Ernährungsweise und kann daher neben dem Gewichtsverlust zu einer geringeren Rate altersbedingter Erkrankungen und zu einer höheren Lebenserwartung führen.

Daher ist die Diät sehr empfehlenswert, außer die Person, welche sie durchführen möchte, ist untergewichtig oder nimmt Medikamente ein bzw. leidet an einer Erkrankung, bei welcher das 5 zu 2 Konzept unangebracht ist.

2 Kommentare

  • Hallo,
    für mich ist die 5 zu 2 Diät eine dauerhafte Ernährungsform und keine zeitlich begrenzte Diät.
    Am 31.01.2017 war mein erster Fastentag.
    Meine Erwartungen waren hoch.
    Abnehmen, Bauchfett verlieren, Bauchumfang verringern, das würde klappen, da war ich mir sicher!
    Aber hinsichtlich der folgenden Punkte war da doch eine gewisse Skepsis, ob das passieren würde:
    – Verschwinden der chronischen Gelenkschmerzen
    – Verschwinden des Heißhungers auf Süßes
    – Verbesserung der Grundstimmung
    Mit positiven Gedanken und der Bereitschaft Erfahrungen anzunehmen und aus Fehlern zu lernen ging ich in diese Ernährungsumstellung.
    Meine Erwartungen wurden übertroffen, meine Skepsis ist einer Begeisterung für diese Form der Ernährung gewichen – diese Ernährungsumstellung war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben!
    Nach 2 Wochen begannen die Gelenkschmerzen zu verschwinden;
    nach knapp zwei Monaten hatte ich mein ursprünglich gesetztes Wunschgewicht von 85 kg erreicht und änderte meine Ziele auf 82 kg und weniger als 100 cm Bauchumfang;
    nach 3 1/2 Monaten waren auch diese Ziele erreicht und nach knapp 4 Monaten hatte ich das Erstemal beim Wiegen eine 80 vor dem Komma.

    Seit dem 22.05.2017 mache ich 6 zu 1 Ernährung, das heißt ich esse an 6 Tagen in der Woche normal und mache nur noch einen Fastentag in der Woche.
    Mittlerweile ist die 5 zu 2 Ernährung fester und selbstverständlicher Bestandteil meines Lebens geworden.
    Die Fastentage fallen mir überhaupt nicht mehr schwer und laufen ohne nennenswerte Hungergefühle oder andere „Beeinträchtigungen“ ab!
    Bisher konnte ich damit mein Gewicht problemlos halten und auch die gesundheitlichen Vorteile sind geblieben.

    Meine messbaren Ergebnisse (Stand 18.12.2017):
    Bauchumfang -16,0 cm (von 106,5 auf 90,5 cm)
    Gewicht -14,4 kg (von 91,8 auf 77,4 kg)
    BMI -4,1 (von 26,5 auf 22,4)
    Körperfett -9,2 kg (von 23,9% = 21,9 kg auf 16,4% = 12,7 kg)

    Mehr, detaillierter und mit Bildern, auf meinem Blog:
    https://5zu2.wordpress.com/
    Viele Grüße
    Jens

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