Fitness-Abzocker erkennen

Es gibt immer mehr Fitness Abzocker – Mit einer Diät und schlanken Figuren lässt sich viel Geld verdienen – Wir geben Tipps & Tricks worauf Sie achten müssen.

 

Auf der Suche nach Tipps und Tricks rund um das Thema Abnehmen ist es unmöglich, irreführende Seiten und betrügerische Werbung zu umgehen. Ständig poppen Fenster und Videos auf, die mit langen Texten, Vorher / Nachher Fotos oder vermeintlichen Statistiken angeblich neutral über ein Wundermittel berichten.

Ein Elixier zum Gewichtsverlust gibt es aber leider nicht. Um erfolgreich abzunehmen ist und bleibt ein Kaloriendefizit nötig und dieser erfordert viel Disziplin und einen eisernen Willen. Einige Mittel können zwar hilfreich sein und das Abnehmen unterstützen, ein eigenes Tun ist jedoch unabdingbar und oft sind die Risiken bei der Einnahme der diversen Substanzen sehr viel größer, als ihre tatsächliche Wirkung.

 

Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente

 

Es gibt zahlreiche Produkte, die damit werben, ein schnelles und müheloses Abnehmen zu ermöglichen, in Wahrheit aber gar keine Wirkung zeigen oder nur eine so geringe, dass sie weder das das Risiko, noch das Geld wert sind.

So existieren beispielsweise illegale Pillen mit Ephedrin, die das Herz schneller schlagen lassen und somit den Kalorienverbrauch minimal erhöhen. Dieser Kalorienanstieg von etwa 5 % kann aber genauso gut und risikolos mit ein klein wenig Bewegung, wie etwa 20 Hampelmännern, erreicht werden.

Wer solch herzschlag-steigernde Pillen einnimmt, spielt hingegen mit der Gesundheit seines Herzen und riskiert, einen ernsten bleibenden Schadendavonzutragen, nur um ein paar Kalorien mehr zu verbrauchen. Doch auch legale Produkte, wie etwa das verschreibungspflichtige Yohimbim oder das apothekenpflichtige Orlistat haben nur eine so geringe Wirkung, dass vieles davon lediglich ein Placebo-Effekt ist.

Und selbst alltägliche Lebensmittel können zwar teilweise das Vorhaben unterstützen, bei einem übermäßigen Konsum jedoch Nebenwirkungen hervorrufen. Koffein kann beispielsweise einen Energieschub geben und somit das Training erleichtern, bei einer Überdosis jedoch zu Symptomen wie Herzrasen, Zittern oder Konzentrationsverlust führen.

Es ist viel gesünder und erfolgsversprechender, über den „normalen“ Weg, also mit einer Kombination aus einer ausgeglichenen Ernährung und ausreichend Sport, abzunehmen.

 

Vorher Nachher Fotos sind alle Fake?

 

Werbeagenturen, die ein neues Produkt wie etwa einen Abnehmtee verkaufen möchten, nutzen gerne Vorher Nachher Bilder, denn ein visueller „Beweis“ überzeugt viele Menschen. Ein vermeintlich großer Gewichtsunterschied kann auf Fotos allerdings ganz einfach manipuliert werden. Sehr beliebt ist es zum Beispiel, zuerst die Nachher und dann die Vorher Bilder aufzunehmen:

 

Ein erfolgreicher und bekannter Sportler, der das Produkt noch nie konsumiert hat und ohnehin in Topform ist, macht vor dem Foto-Shooting ein paar Sportübungen, um die Muskeln anzuspannen, dann wird er eingeölt und in optimales Licht gestellt.

Dann stellt er sich in eine sexy Pose und schon kann das Nachher Foto aus einem vorteilhaften Winkel geknipst werden.

Nun darf er riesige Mengen an gewissen Lebensmitteln verspeisen: Chips enthalten beispielsweise Natrium, welches Wasser bindet und somit ein aufgequollenes Aussehen fördert. Dazu noch viele einfache Kohlenhydrate wie etwa Cola und Nudeln und am besten noch eine fettige Sahne-Soße dazu.

Jetzt muss der Sportler nur noch unvorteilhaft beleuchtet werden und seinen Bauch so weit wie möglich herausstrecken.

So kann selbst der trainierteste Bodybilder innerhalb von kürzester Zeit unfit und dick aussehen, fertig ist also auch das Vorher Bild. Auf YouTube lassen sich Videos finden, die solche Betrügereien demonstrieren, erklären und entlarven.

Natürlich sind nicht alle dieser Vorher Nachher Fotos gefaked. Es gibt gewisse Fitnessprogramme oder Kombinationen aus Sport und Ernährung, die wirklich funktionieren und mit echten Vorher Nachher Fotos werben.

Doch besonders große Firmen, die eine Promotion betreiben, nutzen gerne gefälschte Bilder, nur um Kunden anzulocken und Gewinn zu erzielen.

 

Abo-Fallen und Social-Media

 

Auch Abonnements sind in der Diät-Werbebrange sehr beliebt. So kursieren beispielsweise auf Facebook zahlreiche Seiten, die mit einem aufwandslosen und raschen Gewichtsverlust werben, einem aber in Wirklichkeit lediglich ein kostenpflichtiges Abonnement aufzwingen möchten. Um einen in solch eine Abo-Falle zu locken, werden zum Beispiel„kostenlose“ Testprodukte angeboten.

Der Interessent gibt dadurch freiwillig seine Daten preis, denn dass er damit auch einem Abonnement zustimmt, ist bei dem verqueerten Kleingedruckten leicht zu übersehen. Auch hier wird gerne mit Promis geworben und auch mit Beiträgen, die angeblich von berühmten Zeitschriften stammen.

Auch Logos von erfolgreichen TV-Sendern werden oft genutzt, da sie dem Leser eine breite Medienberichterstattung suggerieren, die in Wahrheit aber gar nicht existiert.

Außerdem befinden sich auf solchen Seiten manchmal Social-Media-Buttons, die einem beispielsweise eine hohe Anzahl an Facebook-Likes vorgaukeln aber letztendlich nur funktionslose Grafiken sind.

Sehr verdächtig ist es immer, wenn auf den werbenden Internetshops kein Impressum angegeben ist, also weder ein Geschäftsführer, noch eine Adresse oder Telefonnummer zu finden ist. Andere Betrüger nutzen jedoch auch Briefkastenfirmen.

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