Statistiken & Zahlen

Trotz des steigenden Wissens, zum Thema gesunde und ausgewogene Ernährung, leiden immer mehr Menschen an Fettleibigkeit. Das Überangebot an Lebensmitteln und die sinkende Notwendigkeit für Bewegung in den Industrieländern, wirken sich nicht nur merklich am Übergewicht sondern auch schleichend in Form von diversen Erkrankungen aus.

Als fettleibig werden Menschen bezeichnet, die einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30 haben, übergewichtig ist, wer einen BMI von mehr als 25 hat. Die Zahl der betroffenen Personen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und die USA ist mit einer Adipositas-Rate von etwa 34% der weltweite Spitzenreiter.

Neben den gesundheitlichen Auswirkungen auf die Übergewichtigen selbst, ist auch die Belastung für die Gesundheitssysteme dadurch sehr hoch. Schätzungsweise sind 5 bis 15% der gesamten Gesundheitskosten in westlichen Industrieländern auf Fettleibigkeit zurückzuführen.

 

Übergewicht in Deutschland

 

Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, dass über die Hälfte aller erwachsenen Deutschen (52 %) übergewichtig ist. Im Jahr 2009 waren es noch 51 % und 2001 weniger als die Hälfte der Erwachsenen.

Stark übergewichtig (BMI über 35 / Adipositas Grad II) waren 2013 insgesamt 16%, davon 17% der Männer und 14% der Frauen. Wie auch der weltweite Trend zeigt, sind auch hierzulande mehr Männer (62%) als Frauen (43%) vom Übergewicht betroffen.

In Hinsicht des Bildungsabschlusses waren rund 48% der Männer und etwa 36% der Frauen mit einem Volks- oder Hauptschulabschluss übergewichtig. Außerdem geben 7,1 Prozent der Mädchen im Alter von 11 Jahren an, dass sie übergewichtig sind.

In Bezug auf den Familienstand sind die verheirateten (40,8%) und verwitweten (40,3%) Deutschen am häufigsten von Übergewicht betroffen. Danach folgen die Geschiedenen mit 36,6% und am seltensten sind ledige Personen mit 27,2% übergewichtig. Verwitwete sind mit 18,9% auch am häufigsten fettleibig und auch hier ist der Anteil der Ledigen mit 9,3% der geringste.

Des Weiteren leiden ehemalige Raucher (60%) häufiger an Adipositas als aktive Raucher (47 %). Die Krankheitskosten, die indirekt durch Adipositas verursacht wurden, betrafen im Jahr 2003 schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro.

Die direkten Kosten für stark übergewichtige Personen mit einem BMI über 35 betrugen 2.572,19 €, wobei der Magenbypass mit 1974 Eingriffen die häufigste Operation war.

Im Jahr 2009 wurden deutschlandweit 481 Operationen gegen Adipositas durchgeführt, welche durchschnittlich jeweils 5.390,38 Euro kosteten.

 

Statistiken weltweit

 

Nur 1,4% der Gesamtbevölkerung ist untergewichtig, 40,4% haben ein Normalgewicht, 20,8% leiden an Übergewicht und 37,4 % sind fettleibig.

Die Zahlen von fettleibigen Menschen sind seit 1990 fast überall auf der Welt gestiegen. Dabei liegen die USA ganz vorne, dicht gefolgt von Mexico und Neuseeland.

In den USA war 1990 noch 23% der Bevölkerung fettleibig, im Jahr 2000 waren es bereits 31% und im Jahr 2013 ganze 35,3% der Amerikaner.

Am häufigsten sind in den USA die Afroamerikaner mit 20,8% betroffen, es folgen die Weißen mit 16,4% und anschließend die Hispanics mit 17,9%.

In Deutschland ist die Anzahl von 12% im Jahr 2000 auf 23,6% im Jahr 2013 gestiegen. Am seltensten leiden in Asien Menschen an Fettleibigkeit, wobei in Japan 3,7%, in Korea 4,7% und in Indien 5% betroffen sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.