Steinzeit-Diät Erfahrungen – die Paleo-Diät im Test

Experten gehen davon aus, dass es mittlerweile über 100 unterschiedliche Diäten gibt, die teilweise von Millionen Menschen ausprobiert werden. Fachleute sind sich aber auch darüber einig, dass die weitaus meisten Diäten auf Dauer nicht funktionieren, insbesondere aufgrund des gefürchteten Jojo-Effektes. Viel sinnvoller und Erfolg versprechender wäre stattdessen eine generelle Ernährungsumstellung und nicht nur eine zeitlich befristete Diät. Wir möchten uns heute mit einer Methode beschäftigen, bei der die Grenzen zwischen Diät und Ernährungsumstellung teilweise verschwimmen. Dabei möchten wir auf die Steinzeit-Diät Erfahrungen eingehen, wobei die Steinzeit-Diät unter anderem im Fachbereich auch als Paleo-Diät bezeichnet wird.

Geschichte und Hintergrund der Steinzeit-Diät

Der Gedanke, der hinter der Paleo-Diät steckt, besteht darin, dass unsere Vorfahren, die während der Steinzeit lebten, noch nicht mit den heute typischen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck konfrontiert waren. In dem Zusammenhang gingen die Erfinder der Steinzeit-Diät nun davon aus, dass diese Tatsache darauf zurückzuführen ist, dass sich die Menschen der Steinzeit gänzlich anders als heute ernährt haben. Daher ist die Paleo-Diät insbesondere auf solche Nahrungsmittel abgestellt, die bereits von den Menschen in der Steinzeit gegessen wurden.

Erstmals in der Öffentlichkeit aufgetaucht ist die Paleo-Diät durch verschiedene Vorträge Mitte der siebziger Jahre. Damals war es ein Gastroenterologe, der beweisen wollte, dass es sich auch heute noch bei den Menschen um reine Fleischesser und nicht um Allesesser handeln würde, wie allgemein behauptet wird. Von Bedeutung ist die Paleo-Diät in der Praxis allerdings erst nach der Jahrtausendwende, denn durch einige veröffentlichte Bücher wurde die Steinzeit-Diät erst richtig bekannt. Typisch für die Diät ist unter anderem, dass lediglich solche Nahrungsmittel auf dem Speiseteller landen dürfen, die bereits von den Neandertalern gegessen wurden. Das beinhaltet auch, dass unter anderem Pizza, Zucker oder Brot nicht erlaubt sind. Das vorrangige Ziel besteht bei der Steinzeit-Diät nicht unbedingt in der Gewichtsreduktion, wobei natürlich auch dies ein gewünschter Effekt ist. Vielmehr soll durch die Paleo-Diät verhindert werden, dass typische Zivilisationskrankheiten auftauchen, insbesondere:

  • Diabetes
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck

Genau aus diesem Grund ist es auch eine fließende Grenze zwischen einer Diät und einer kompletten Ernährungsumstellung, denn nicht wenige Personen, welche die Paleo-Diät zu Beginn ausprobiert haben, sind bei diesem Ernährungskonzept geblieben.

Die Regeln der Steinzeit-Diät

Jede Diät hat ihre bestimmten Regeln, so natürlich auch die Steinzeit-Diät. Die Steinzeit-Diät Erfahrungen der Menschen, welche diese Form der Ernährung ausprobiert haben, sind zum Teil durchaus unterschiedlich. Dies ist sicherlich auch auf die folgenden Regeln zurückzuführen, denn es werden tatsächlich nur ganz bestimmte Nahrungsmittel zugelassen, die für den heutigen Speiseplan des Durchschnittsbürgers nicht unbedingt alle typisch sind. Wichtig ist allerdings, sich an diese Regeln zu halten, damit die Paleo-Diät möglichst erfolgreich ist und man über positive Steinzeit-Diät Erfahrungen berichten kann.

  • Regel 1: Erlaubte Nahrungsmittel sind insbesondere jeder Art von Fleisch, Fisch, Gemüse, Nüsse, Obst, Eier, Samen und Kräuter
  • Regel 2: Nicht erlaubte Nahrungsmittel sind sämtliche Getreideprodukte (zum Beispiel Brot oder Nudeln), Zucker, Hülsenfrüchte, Produkte aus Milch, künstliche Zusatzstoffe sowie Lebensmittel, die verarbeitet wurden
  • Regel 3: Bei den Fleischprodukten sollte man drauf achten, dass diese von einem Biobauernhof stammen und Fische sollten nicht aus industrieller Zucht stammen, sondern vielmehr aus dem Wildfang
  • Regel 4: Als Getränke kommen in erster Linie Wasser, Kräutertee, Kokoswasser und Mandelmilch infrage, während insbesondere auf Alkohol und sogenannte Softdrinks verzichtet werden sollte
  • Regel 5: Speisen werden nicht mit Zucker, sondern stattdessen entweder mit Honig oder Ahornsirup gesüßt
  • Regel 6: Nicht auf dem Speiseplan stehen sollten sämtliche raffinierte Pflanzenöle und Fette, also beispielsweise keine Margarine und auch kein Sonnenblumenöl. Stattdessen sollten Sie zu Alternativen greifen, insbesondere kaltgepressten Pflanzenölen, wie zum Beispiel Olivenöl

Für wen eignet sich die Steinzeit-Diät?

Steinzeit-Diät Erfahrungen auch positiv

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Die positiven oder negativen Steinzeit-Diät Erfahrungen hängen natürlich auch davon ab, ob die Diät bzw. Ernährungsumstellung für die jeweilige Person überhaupt geeignet ist. Daher besteht eine spannende Frage darin, für welche Art von Menschen die Paleo-Diät eine gute Diät oder sogar Ernährungsumstellung darstellen kann. Grundsätzlich ist die Steinzeit-Diät für Menschen sehr gut geeignet, die sich gerne gesund ernähren möchten und keinesfalls einem vegetarischen oder gar veganen Konzept folgen, da Fleisch und tierische Lebensmittel einen großen Anteil an dem Paleo-Konzept haben.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass gerade diese Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Biofleisch, relativ teuer sind. Daher ist das Steinzeit-Konzept weniger für Menschen mit einem schmalen Geldbeutel geeignet. Ebenfalls angesprochen werden Sportler, die gerne nach dem Low-Carb Konzept verfahren möchten. Zudem ist die Steinzeit-Diät auch für Allergiker geeignet, insbesondere für solche Person, die eine Unverträglichkeit bezüglich Gluten oder Milchprodukten besitzen. Diese Menschen berichten vor allen Dingen über positive Steinzeit-Diät Erfahrungen, weil eben sowohl auf Hauptglutenträger wie Brot als auch auf Milchprodukte verzichtet wird.

Wirkt die Steinzeit-Diät?

Natürlich geht ein Großteil der Steinzeit-Diät Erfahrungen auf die Frage zurück, ob die Paleo-Diät überhaupt wirkt. Ein Manko besteht darin, dass es bisher noch keine groß angelegten wissenschaftlichen Studien zur Steinzeit-Diät gibt. Lediglich einige Wissenschaftler haben sich dem Thema bereits angenommen und eher kleinere Gruppen bezüglich der Wirksamkeit untersucht. So fanden beispielsweise Wissenschaftler aus den Niederlanden heraus, dass sich die Steinzeit-Diät durchaus positiv auf Blutdruck-, Cholesterin-, Blutzucker- sowie Blutfettwerte auswirkt. Auch der Taillenumfang reduzierte sich bei den knapp 160 Probanden, die an der Studie teilnahmen. Eine weitere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich durch die Paleo-Diät tatsächlich die Werte beim Diabetes Typ II verbessern können.

Nicht ganz sicher ist allerdings, ob die verbesserten Blutzuckerwerte tatsächlich auf die Steinzeit-Diät zurückzuführen waren oder auf eine generelle Reduzierung der Kalorienmenge, die bei diesem Versuch stattfand. Andere Wissenschaftler empfehlen die Steinzeit-Diät unter anderem Patienten, die unter Akne leiden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass häufig Milchprodukte der Auslöser dieser Hautkrankheit sein können, und Milchprodukte sind bekanntlich bei der Steinzeit-Diät verboten. Insgesamt kann man also festhalten, dass die Paleo-Diät durchaus dazu geeignet ist, die wichtigsten Zivilisationskrankheiten mit den entsprechenden Werten einzudämmen oder im besten Fall sogar zu verhindern. Dazu ist es allerdings notwendig, die Paleo-Diät nicht nur vorübergehend durchzuführen, sondern tatsächlich eine generelle Ernährungsumstellung zu vollziehen.

Paleo-Diät in der Kritik

Wie bei jeder Diät gibt es natürlich auch bei der Paleo-Diät Kritikpunkte, zumal nicht sämtliche Steinzeit-Diät Erfahrungen positiv sind. Ein Aspekt neigt sogar dazu, das gesamte Konzept der Paleo-Diät infrage zu stellen, welches bekanntlich darauf beruht, dass heutzutage vorhandene Zivilisationskrankheiten nur deshalb in so hohem Ausmaß auftreten, weil sich die Menschen heutzutage anders als in der Steinzeit ernähren. Es gibt allerdings auch die Theorie, dass die Steinzeitmenschen nur deshalb nicht unter typischen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck litten, weil sie eine deutlich kürzere Lebenszeit als heute hatten.

Viele Menschen aus der Steinzeit erreichten kaum das 30. Lebensjahr. Schaut man sich heute einmal an, wie viele Prozent der Bevölkerung unter 30 Jahren tatsächlich von Diabetes oder Bluthochdruck betroffen sind, sind die Zahlen natürlich erheblich geringer, als wenn man sich die gesamte Bevölkerung betrachtet. Zwar ist auch unter Kritikern unbestritten, dass Zivilisationskrankheiten durch die heutzutage oft unzureichende Ernährung begünstigt werden. Zudem spiele aber auch der Lebensstil eine Rolle und darüber hinaus könnte man auch ohne die Umstellung auf eine Paleo- Diät eine Anpassung der Ernährung durchführen, die ebenfalls einen guten Erfolg versprechen würde.

 

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