Ursachen der Fettleibigkeit

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Was ist die Ursache von Fettleibigkeit? Warum ist man Übergewichtig?

Die grundlegende Ursache von Fettleibigkeit ist eine positive Energiebilanz, also wenn die Zufuhr von Energie höher als dessen Verbrauch ist.

Dies kann wiederum durch verschiedene Faktoren verursacht werden, meistens ist die Entstehung von Adipositas auf mehrere davon zurückzuführen.

Folgende sind die häufigsten Ursachen des Übergewichts:

  • Sozio-kulturelle Faktoren: Überernährung, falsche Ernährung,  Bewegungsmangel
  • Genetische Faktoren
  • Erkrankungen, pränatale Faktoren und Medikamente
  • Schlafgewohnheiten

Überernährung, falsche Ernährung und Bewegungsmangel

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Eine übermäßige und unausgeglichene Ernährung einerseits und der Mangel an Bewegung andererseits führen zu einem Überschuss an Energie, welche folglich in Fett-Depots abgespeichert wird.

Insbesondere in den Industrieländern ist nicht nur immer weniger Bewegung nötig und das Angebot an Lebensmitteln hoch, auch die Qualität und die Zusammensetzung der Nahrung sind unangemessen.

Die in den industrialisierten Ländern angebotenen Nahrungsmittel sind sehr häufig mit Geschmacksverstärkern und anderen Zusatzstoffen angereichert, welche kein ausreichendes Sättigungsgefühl erzeugen oder appetitfördernd sein können.

Auch ein hoher Zuckeranteil beeinflusst den Blutzuckerspiegel und fördert das ständig wiederkehrende Hungergefühl.

Generell führen viele sozio-kulturelle Faktoren zum Energieüberschuss.

Sozio-kulturelle Faktoren

  • Sitzende Tätigkeit
  • Transportmittel (Auto, Fahrstuhl, Rolltreppe)
  • Passive Freizeit (Computer, Fernsehen)
  • Übersprungshandlung (Frust, Langeweile, Stress)
  • Waren-Überangebot
  • Ersatz für persönliche und emotionale Zuwendung
  • Erziehung („Der Teller wird leer gegessen“)
  • Keine geregelten Mahlzeiten
  • Fastfood
  • Portionengröße, Essgeschwindigkeit
  • Zu hoher Fett-, Salz- und Zuckergehalt
  • Geschmacksverstärker (können appetitanregend sein)
  • Farb- und Geruchsstoffe (lassen das Essen appetitlicher erscheinen)
  • Werbung (für zucker- und fetthaltige Lebensmittel)
  • Geschmacksprägung durch Zuckerzusatz (bereits in der Babynahrung enthalten)
  • Jo-Jo-Effekt nach einer Diät
  • Übergewicht als Zeichen für Wohlstand in manchen Kulturen
  • Sportarten, bei denen Übergewicht vorteilhaft ist (Sumō-Ringen)

Fettleibigkeit vorprogrammiert: Videobericht

Genetische Faktoren

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Studien mit Adoptivkindern zeigten, dass die Neigung zum Übergewicht vererbt werden kann.

Studien zeigten das es ein Zusammenhang zwischen den BMI und dem ihrer leiblichen Eltern, nicht aber ihrer Adoptiveltern gibt.

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Es gibt sogenannte gute und schlechte Futterverwerter, einige Menschen können also den Energieüberschuss besser in den Fettzellen abspeichern als andere.

Die genetische Veranlagung steigert jedoch nur das Risiko für Fettleibigkeit, kann dieses jedoch nur in Kombination mit anderen Faktoren verursachen.

Erkrankungen und Medikamente

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Gewisse Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und auch pränatale Faktoren können die Entstehung von Fettleibigkeit fördern.

Insbesondere Esssucht und Stoffwechselerkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Störungen des Cortisolhaushaltes und Glucosestoffwechselstörungen mit Hyperinsulinismus können ein Übergewicht begünstigen oder verursachen.

Adipositas kann außerdem aufgrund von Nebenwirkungen bestimmter Medikamente entstehen.

Doch auch pränatale Faktoren, also Veränderungen und Vorgänge, die den Fötus bereits im Mutterleib prägen, haben einen Einfluss auf Adipositas.

Zu ihnen gehören bestimmte Erkrankungen der Mutter (z. B. Diabetes mellitus) sowie die Einnahme von gewissen Medikamenten und Chemikalien während der Schwangerschaft.

Des Weiteren wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Adenovirus besteht. In gewissen Fällen scheint die Fettleibigkeit auf eine Infektion mit diesem Virus zurückzuführen zu sein, denn das Adenovirus kann Stammzellen zu Fettzellen transformieren.

Medikamente die bekanntlich dick machen:

  • Kortison – Es senkt den Energieverbrauch und erhöht den Appetit.
  • Betablocker – Dauerhafte Einnahme machen träge und Müde.
  • Inuslin – Kein Geheimnis – es führt zu Fetteinlagerungen

Weitere bekannte Dickmacher Medikamente:

  • Medikamente gegen psychische Erkrankungen (Antidepressiva & Antipsychotika)
  • Arzneimittel gegen Epilepsie (Antikonvulsiva)
  • Migränemittel wie Pizotifen und Flunarizin
  • antiallergische Medikamente (Antihistaminika)
  • Schmerzmittel mit entzündungshemmende Wirkung wie Ibuprofen oder Diclofenac
  • Medikamente gegen Parkinson (Dopaminagonisten)

Schlafgewohnheiten

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Viele Studien belegen, dass ausreichender und qualitativ hoher Schlaf wichtig ist, um Adipositas zu vermeiden.

Ausreichend zu schlafen führt zu einer geringeren Nahrungsaufnahme, einer niedrigen Nüchtern-Leptin-Konzentrationund folglich zu einem geringerem Gewicht.

Außerdem benötigt der Körper nachts viel Energie, um mit Hilfe des HGH-Hormons Körperzellen zu regenerieren.

  • Vermehrte Fettspeicherung bereits nach einer schlaflose Nacht bemerkbar
  • Muskelverlust begünstigt Fettspeicherung
  • Erhöhte Entzündungsbereitschaft durch Schlafmangel

Ein gesunder Schlaf zwischen 6 bis 8 Stunden ist empfehlenswert. 

Ursachen bekämpfen

Schluss endlich müssen Sie die Ursache bekämpfen, wenn Sie auch das Übergewicht bekämpfen möchten.

Manche Ursachen können Sie mit Disziplin einer strengen Diät behandeln, andere wiederum sind fasst nur mit Medikamenten, Appetitzügler oder Operationen behandelbar.

Falls Sie übergewichtig sind, können Sie uns gerne in der Kommentarfunktion von Ihrer Ursache für das Übergewicht berichten. 

Artikel vom: März 2016

Artikel zuletzt aktualisiert im: Oktober 2019

Quellenangaben | Literatur

Autor: Felix Osterhagen, 35 Jahre, Diätexperte.

Mein Name ist Felix Osterhagen, ich bin 35 Jahre alt und habe unzählige Diäten hinter mir.

Seit über 15 Jahren widme ich mich dem Thema Gesundheit, Ernährung und Diät. Beruflich bin ich Ernährungsberater und Fitnesstrainer.

Ich würde mich als Diätexperte bezeichnen und hoffe auch Ihnen mit meinen Artikeln helfen zu können. Alle Informationen in meinen Artikeln sind sorgfältig recherchiert und mit Quellenangaben hinterlegt.

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