Die Kushi Diät – Vor- und Nachteile

Die Kushi Diät wurde ursprünglich zur Förderung der Gesundheit entwickelt, der mögliche Gewichtsverlust ist nur ein angenehmer Nebeneffekt des Konzepts. Es handelt sich um eine sogenannte makrobiotische Ernährungsweise, die viele Getreidegerichte und einen sehr niedrigen Fettanteil beinhaltet. Eiweiß wird hauptsächlich von pflanzlichen Lebensmitteln aber auch von Fischen aufgenommen.

Aufgrund des geringen Fleischanteils ist die Diät besonders bei Vegetariern und Veganern beliebt, die fettarme und teils ballaststoffreiche Kost kann aber auch positive Auswirkungen bei Krebs-Erkrankungen haben.

 

Hauptmerkmale der Kushi Diät

 

  • Getreidereiche, fettarme, pescetarische Ernährung
  • Kann bei ausreichender Kenntnis sämtliche lebensnotwenigen Nährstoffe liefern getreide-tabelleaber andernfalls Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen hervorrufen
  • Kein Kalorienzählen notwendig
  • Schnelle Erfolge möglich
  • Kann Krebszellen abtöten
  • Kann das Wohlbefinden steigern

 

 

Makrobiotik

 

Bei der Kushi Diät handelt es sich um eine Überarbeitung der makrobiotischen Ernährung, welche in der Antike entstand und dessen Ziel ein langes und gesundes Leben ist. Die moderne Version wurde hauptsächlich von George Ohsawa begründet und basiert auf den asiatischen Traditionen sowie der taoistischen Lehre. Michio Kushi modernisierte Ohsawas Konzept und passte es den westlichen Ernährungsgewohnheiten an.

 

 

Was ist bei der Kushi Diät erlaubt?

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Bei der Kushi Diät sind hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel mit einem sehr geringen Fettanteil erlaubt. Eiweiße sollten vorwiegend aus pflanzlichen Quellen stammen aber auch Fisch und Meeresfrüchte sind ein- bis zweimal die Woche erlaubt. Etwa 40 bis 60 Prozent der Nahrung sollte aus Getreideprodukten, 20 % bis 30 % aus Gemüse und 5 % bis 10 % aus Bohnen bestehen. Alle Lebensmittel sollten aus einem ökologisch kontrollierten Anbau stammen, möglichst regional sein und im Schonverfahren zubereitet werden.

 

Täglich erlaubte Lebensmittel:

 

  • Getreide (möglichst Vollkorn)
  • Gemüse
  • Bohnen
  • Pflanzliche Öle
  • Soja und Algen
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürze

 

Erlaubte Getränke:

 

  • Wasser
  • Kräutertees
  • Säfte
  • Sojamilch

 

Ein- bis zweimal die Woche erlaubt:

 

  • Fisch
  • Meeresfrüchte
  • Sauermilchprodukte (z. B.: Molke und Joghurt)
  • Saisonales Obst
  • Natürliche Süßwaren
  • Samen
  • Nüsse

 

Ein- bis zweimal im Monat erlaubt:

 

  • Fleisch
  • Eier
  • Milch und Milchprodukte

 

 

Was ist bei der Kushi Diät verboten?

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Bei der Kushi Diät gibt es eigentlich keine Verbote, vielmehr handelt es sich um Empfehlungen, die ein gesundes und langes Leben ermöglichen sollen. Somit wird von Kaffee, Alkohol, Zucker und anderen Genussmitteln abgeraten. AuchKonservierungsstoffe, Lebensmittelzusatzstoffe sowie genetisch veränderte oder gespritzte Lebensmittel sollten gemieden werden. Zudem wird empfohlen, Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte nur selten zu verzehren. Außerdem soll nur bei einem bestehenden Hungergefühl gegessen werden.

 

 

Was sind die Vorteile der Kushi Diät?

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Die makrobiotische Ernährung nach Kushi ist nach einer Umstellungsphase leicht umsetzbar, kann bei einer richtigen Ausführung alle benötigten Nährstoffe liefern und schnelle Erfolge bringen. Außerdem müssen keine Kalorien gezähltoder aufwendige Lebensmitteltabellen durchsucht werden. Ferner kann die Empfehlung, saisonale Bio-Lebensmittel zu nutzen, viele Vorteile mit sich bringen, auch wenn es bis dato noch keine wissenschaftlichen Belege hierfür gibt.

 

 

Was sind die Nachteile der Kushi Diät?

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Auch wenn es mit dem Kushi Konzept möglich ist, alle benötigten Nährstoffe aufzunehmen, ist das Risiko an Mangelerscheinungen zu leiden recht hoch. Da die Ernährung hauptsächlich auf pflanzliche Lebensmittel basiert, kann es leicht zu einer Unterversorgung an wichtigen Mineralien wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink kommen. Der hohe Kohlenhydratanteil in Kombination mit der gesenkten Fettzufuhr kann zu einer Unterversorgung an essenziellen Fettsäuren sowie zu einem Mangel an den fettlöslichen Vitaminen A, D, E, K und Carotin führen.

Pflanzliche Eiweißquellen haben zudem in der Regel eine geringere biologische Wertigkeit als tierische, beinhalten somit weniger essenzielle Aminosäuren und bilden geringere Mengen an körpereigenem Eiweiß aus der aufgenommenen Nahrung.

 

 

Für wen ist die Kushi Diät geeignet?

 

Die Diät eignet sich besonders gut für Menschen, die sich bewusst ernähren möchten, Vorkenntnisse in diesem Bereich haben und folglich eine ausreichende und ausgeglichene Nährstoffzufuhr mit den erwünschten Lebensmitteln einschätzen können, geeignet. Das Konzept legt einen großen Wert auf den Verzehr von regionalen Bio-Lebensmitteln und einen sehr geringen Fleischanteil, weshalb sie sich besonders gut für Vegetarier und Veganer eignet. Auch Krebs-Patienten können von der Diät profitieren, da solch eine fettreduzierte und teils ballaststoffreiche Kost positive Auswirkungen auf die Erkrankung haben kann.

 

Für wen ist die Kushi Diät nicht geeignet?

 

Schwangeren und stillenden Frauen sowie Kindern und Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, ist strikt von dieser Diät abzuraten. Außerdem werden Fleischliebhaber Schwierigkeiten mit der Umsetzung des Konzepts haben. Generell sollte vor Beginn der Diät ein Arzt zurate gezogen werden.

 


Expertenfazit zur Kushi Diät

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Es ist möglich, mit der Kushi Diät erfolgreich abzunehmen und die Ernährung als langfristige Umstellung zu nutzen. Allerdings muss dafür ein ausreichendes Wissen über eine gesunde und ausgeglichene Ernährung sowie genügend Kenntnis über die Inhaltsstoffe der Lebensmittel vorhanden sein.

Anderenfalls kann es leicht zu StoffwechselstörungenMangelerscheinungen aber auch zu einem Jo-Jo-Effekt kommen.

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