Weight Watchers: Punkte zählen gegen Bares
Weight Watchers ist das bekannteste Abnehmprogramm der Welt und seit 2025 auch ein Sanierungsfall. Das Punktesystem klingt nach Geheimwissen, ist aber Kalorienzählen in freundlicher Verpackung. Das ist kein Vorwurf, denn genau deshalb funktioniert es. Die Frage ist nur, ob du dafür jeden Monat zahlen willst.
Aktualisiert: November 2026 · Jörg Keller · Lesezeit 13 Min.
- Weight Watchers, eine Zeit lang nur WW genannt, rechnet Lebensmittel in Punkte um, du hast ein tägliches Budget
- Über 350 Lebensmittel haben null Punkte, vor allem Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und mageres Eiweiß
- Studien zeigen nach einem Jahr rund 5 bis 7 Kilo Abnahme, nach fünf Jahren bleibt davon wenig
- Der US-Konzern ging im Mai 2025 in ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 und kam nach sieben Wochen wieder heraus
- Die App kostet regulär rund 25 Euro im Monat, mit Workshops etwa 45 Euro, Rabatte sind fast immer möglich

- Abnehmerfolg
- Alltagstauglich
- Sattmacher
- Jojo-Schutz
- Wissenschaft
- Günstig
Passt zu dir, wenn …du Struktur und Kontrolle brauchst, in der Gruppe motivierter bist und nichts komplett verbieten willst.
Lass es, wenn …dich Tracking stresst, du eine Essstörung hattest oder kein Geld für ein Dauer-Abo ausgeben willst.
- Was ist Weight Watchers?
- So funktioniert das Punktesystem wirklich
- Erlaubt und tabu bei Weight Watchers
- Ein Weight-Watchers-Beispieltag mit Kalorien
- Wie viel du mit Weight Watchers abnimmst
- Kosten und Stand 2026 nach der Insolvenz
- Vorteile und Nachteile
- Risiken und für wen Weight Watchers nichts ist
- Jojo-Effekt und Durchhalten
- Weight Watchers im Vergleich mit Volumetrics und Brigitte
- Weight Watchers mit Abnehmspritze
- Fazit: Lohnt sich Weight Watchers?
- Häufige Fragen zu Weight Watchers
Was ist Weight Watchers?
Angefangen hat alles 1963 in New York. Die Hausfrau Jean Nidetch lud übergewichtige Freundinnen zu sich nach Hause ein, um sich gegenseitig beim Abnehmen zu kontrollieren. Aus diesem Wohnzimmertreffen wurde ein Weltkonzern, der Gruppentreffen, Bücher, Fertigprodukte und später eine App verkaufte. In Deutschland ist das Programm seit Jahrzehnten aktiv, die wöchentlichen Treffen mit Wiegen kennen viele noch von ihrer Mutter.
2018 benannte sich das Unternehmen in WW um, weil es mehr nach Wellness und weniger nach Diät klingen wollte. Funktioniert hat das nicht wirklich, inzwischen tritt es wieder als WeightWatchers auf. Prominentestes Gesicht war jahrelang Oprah Winfrey, die 2015 Anteile kaufte und 2024 den Verwaltungsrat verließ, nachdem sie öffentlich gemacht hatte, selbst ein Abnehmmedikament zu nutzen.
Jedes Lebensmittel hat einen Punktewert. Du hast ein persönliches Tagesbudget, das sich nach Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht richtet.
Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und mageres Eiweiß zählen gar nicht. Das lenkt dich zu sättigenden Lebensmitteln.
Wöchentliche Workshops vor Ort oder per Video, dazu Community in der App. Hier liegt der eigentliche Kern des Programms.
Das Punktesystem hat sich im Lauf der Jahre mehrfach verändert. Es hieß Points, ProPoints, SmartPoints und PersonalPoints, heute schlicht wieder Points. Jede neue Version ist ein neuer Grund für ein neues Buch und ein neues Abo. Das Grundprinzip blieb aber immer gleich.
So funktioniert das Punktesystem wirklich
Weight Watchers betont gerne, dass du keine Kalorien zählen musst. Das stimmt nur halb. Nach Angaben des Unternehmens sind die Kalorien die Grundlage jedes Punktewerts. Zucker und gesättigte Fette treiben die Punkte nach oben, Eiweiß, Ballaststoffe und ungesättigte Fette senken sie. Du zählst also Kalorien, nur mit eingebautem Gesundheitsfilter.
Das ist clever, weil es zwei Probleme gleichzeitig löst. Zum einen verschwindet die abschreckende Zahl 2.000 aus deinem Alltag. Zum anderen werden ungesunde Kalorien teurer als gesunde. Ein Schokoriegel mit 250 kcal kostet mehr Punkte als ein Hähnchenbrustfilet mit derselben Energie.
Unterm Strich bleibt die Mathematik dieselbe wie bei jeder anderen Diät. Ein Kilo Körperfett speichert rund 7.000 kcal, ein tägliches Defizit von etwa 500 kcal bringt ungefähr ein halbes Kilo Fettverlust pro Woche. Das Punktebudget ist nichts anderes als ein verpacktes Kaloriendefizit. Wenn du wissen willst, wie groß dein Bedarf ohne Punkte-App ist, hilft dir meine Anleitung zum Kalorienverbrauch ermitteln.
Warum Punkte trotzdem helfen: Die Null-Punkte-Lebensmittel sind fast identisch mit dem, was die Volumetrics Diät empfiehlt, also Lebensmittel mit wenig Energie pro Gramm. Du darfst davon so viel essen, wie du willst, und wirst satt, bevor du dein Budget sprengst. Das ist gute Verhaltenspsychologie, keine Magie.
Erlaubt und tabu bei Weight Watchers
Verboten ist bei Weight Watchers nichts. Auch Wein, Schokolade und Pizza haben einen Punktewert und passen ins Budget, solange du an anderer Stelle sparst. Die eigentliche Lenkung passiert über die Null-Punkte-Lebensmittel, laut WW sind es inzwischen über 350.
✓ Null Punkte
✕ Teuer im Budget
Die Null-Punkte-Liste ist das stärkste Werkzeug und zugleich die größte Falle. Null Punkte heißt nicht null Kalorien. Eine Schüssel mit 500 g Weintrauben hat rund 350 kcal, ein großer Teller Linsen locker 400. Laut WW stehen sogar Getreideflocken auf der Liste, 100 g Haferflocken liefern aber rund 370 kcal. Wer die Liste als Freifahrtschein liest, wundert sich, warum die Waage stehen bleibt.
Mein Tipp: Iss Null-Punkte-Lebensmittel in normaler Portion und nimm nur dann Nachschlag, wenn du wirklich noch hungrig bist. So empfiehlt es WW selbst. Gemüse darfst du stapeln, Obst, Flocken und Linsen bitte nicht.
Ein Weight-Watchers-Beispieltag mit Kalorien
Konkrete Punktewerte nenne ich hier bewusst nicht, weil sie vom aktuellen Programm und deinem persönlichen Budget abhängen und sich ständig ändern. Die Kalorien dagegen sind ehrlich. So sieht ein Tag aus, der in fast jedes Budget passt und trotzdem ein Glas Wein enthält.
Gemüse, Obst, Lachs, Linsen, Magerquark und Haferflocken gehören in der aktuellen Version zu den Null-Punkte-Gruppen. Punkte kosten vor allem Öl, Brötchen, Schokolade und Wein. Genau so ist das System gedacht.
Jetzt mal ehrlich: Das hätte ich dir auch ohne Abo aufschreiben können. Der Tag funktioniert, weil er bei rund 1.500 kcal liegt, nicht weil er Punkte hat. Was du für dein Geld bekommst, ist nicht das Wissen, sondern die Kontrolle durch App, Waage und Gruppe.
Wie viel du mit Weight Watchers abnimmst
Weight Watchers gehört zu den am besten untersuchten kommerziellen Programmen überhaupt. Die gute Nachricht ist, dass es besser wirkt als ein Arztgespräch mit Broschüre. Die schlechte Nachricht ist, dass ein großer Teil der Kilos über die Jahre zurückkommt.
In Großbritannien testete die WRAP-Studie über 1.200 Erwachsene, die von ihrem Hausarzt entweder eine Selbsthilfe-Broschüre, 12 Wochen oder 52 Wochen Weight Watchers bekamen.
Nach fünf Jahren sah das Bild deutlich nüchterner aus. Die 52-Wochen-Gruppe lag nur noch rund 2,7 Kilo unter dem Startgewicht, die Broschüre-Gruppe bei einem halben Kilo. Der Unterschied war statistisch nicht mehr signifikant.
| Studie | Umfang | Ergebnis |
|---|---|---|
| Jebb u. a., Lancet 2011 | 772 Erwachsene in Deutschland, Großbritannien und Australien | Nach 12 Monaten 5,1 kg mit WW, 2,2 kg mit Hausarzt-Betreuung |
| Ahern u. a., Lancet 2017 (WRAP) | 1.267 Erwachsene, England | Nach 1 Jahr 6,8 kg mit 52 Wochen WW |
| WRAP-Nachbeobachtung, Lancet Public Health 2022 | 871 Teilnehmer nach 5 Jahren | Nur noch 2,7 kg weniger, kein signifikanter Vorteil |
| Gudzune u. a., Annals of Internal Medicine 2015 | Übersicht über 45 Studien kommerzieller Programme | WW nach 12 Monaten rund 2,6 % mehr Abnahme als Kontrollgruppen |
Wichtig ist der Blick auf die Geldgeber. Sowohl die Jebb-Studie als auch WRAP wurden von Weight Watchers mitfinanziert, auch wenn unabhängige Universitäten sie durchführten. Das macht sie nicht falsch, aber es lohnt sich, die Fünf-Jahres-Zahlen genauso laut zu sagen wie die Ein-Jahres-Zahlen.
Kosten und Stand 2026 nach der Insolvenz
Im Mai 2025 meldete der US-Mutterkonzern WW International ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 an, eine Sanierung unter Gläubigerschutz. Grund waren hohe Schulden und sinkende Mitgliederzahlen, auch weil viele Menschen inzwischen lieber zur Abnehmspritze greifen. Nach etwa sieben Wochen, am 24. Juni 2025, war das Verfahren abgeschlossen. Laut Geschäftsbericht wurden rund 1,6 Milliarden US-Dollar Schulden gestrichen. Für Mitglieder lief das Programm in dieser Zeit normal weiter. Ende 2025 zählte der Konzern weltweit etwa 2,6 Millionen Abonnenten im klassischen Programm.
In Deutschland bietet Weight Watchers 2026 mehrere Tarife an. Die Preise schwanken stark, weil es fast ständig Rabattaktionen gibt.
| Tarif | Inhalt | Regulär pro Monat |
|---|---|---|
| Basis | App mit Punkten, Tracking, Rezepten und Community | rund 25 € |
| Basis+ | App plus wöchentliche Workshops mit Coach, vor Ort oder per Video | rund 45 € |
| Aktionen | Jahresabo mit Rabatt, oft 60 bis 75 % günstiger | ab etwa 6 bis 10 € |
| Spezialprogramme | Menopause, Diabetes, GLP-1-Begleitprogramm | je nach Aktion |
Achtung Abofalle: Rabattierte Jahresabos laufen meist volle zwölf Monate und verlängern sich gegebenenfalls zum Normalpreis. Lies vor dem Abschluss genau, ob du monatlich kündigen kannst oder einen Laufzeitvertrag eingehst. Bei Abschluss ohne Aktion kann zusätzlich eine Anmeldegebühr anfallen.
Rechne ehrlich nach. Ein Jahr Basis+ ohne Rabatt kostet über 500 Euro. Eine kostenlose Tracking-App, eine Küchenwaage für 15 Euro und eine Freundin, mit der du dich jeden Montag wiegst, liefern einen großen Teil desselben Effekts.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Keine VerbotePizza, Wein und Schokolade passen ins Budget, wenn du an anderer Stelle sparst.
- Lenkt zu GesundemGemüse, Obst und mageres Eiweiß sind punktefrei, Zucker und Fett teuer.
- GruppeneffektWiegen vor anderen und Austausch mit Gleichgesinnten halten viele bei der Stange.
- Gut erforschtMehrere große, randomisierte Studien belegen die Wirkung nach einem Jahr.
- Starke AppBarcode-Scanner, Rezepte und Foto-Erkennung machen das Tracking leicht.
Nachteile
- DauerkostenOhne Abo keine App und keine Gruppe. Über Jahre kommt viel Geld zusammen.
- Tracking-PflichtWer alles aufschreiben muss, wird schnell müde oder zwanghaft.
- Null-Punkte-FalleObst, Linsen, Flocken und Popcorn ohne Grenzen können das Defizit unbemerkt auffressen.
- Coaches ohne StudiumDie Workshop-Leiter sind meist erfolgreiche Ex-Mitglieder, keine Ernährungsfachkräfte.
- AbhängigkeitWer nur nach Punkten isst, lernt kaum, ohne App auszukommen.
Die Punkte-Inflation: Alle paar Jahre ändert sich das System, und plötzlich kostet dein Lieblingsjoghurt doppelt so viel. Langjährige Mitglieder empfinden das oft als Wortbruch. Für das Abnehmen ändert es nichts, weil die Kalorien gleich bleiben, aber es kostet Vertrauen.
Risiken und für wen Weight Watchers nichts ist
Medizinisch ist Weight Watchers unbedenklich, weil es eine normale, kalorienreduzierte Mischkost ist. Es gibt keine Nährstoffgruppe, die fehlt. Das Risiko liegt eher im Kopf. Ständiges Tracken, Wiegen vor Publikum und das Einteilen von Essen in gute und teure Lebensmittel können ein gestörtes Essverhalten verstärken.
Ein weiteres Thema ist der Eiweißanteil. Zwar ist mageres Eiweiß inzwischen punktefrei, trotzdem greifen viele lieber zu Obst, weil es schneller geht. Im Defizit brauchen deine Muskeln Protein, sonst verlierst du nicht nur Fett. Mit Krafttraining zwei bis drei Mal pro Woche schützt du sie zusätzlich.
Sprich vorher mit deinem Arzt oder lass es ganz, wenn … du eine Essstörung hattest oder hast, denn Punkte und Wiegen können Rückfälle auslösen. Ebenso in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Diabetes mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen, damit die Dosis angepasst werden kann. Für Menschen mit Diabetes bietet WW inzwischen ein eigenes Programm an, das ersetzt aber nicht die ärztliche Betreuung.
Wer mit Stress auf Kontrolle reagiert, ist bei Weight Watchers oft gut aufgehoben. Wer mit Stress auf Verbote mit Fressattacken reagiert, sollte lieber ein Konzept ohne tägliches Tracking wählen, etwa die Volumetrics Diät.
Jojo-Effekt und Durchhalten
Die WRAP-Daten zeigen das Kernproblem jeder Diät. Nach einem Jahr top, nach fünf Jahren flop. Das liegt nicht speziell an Weight Watchers, sondern daran, dass die Gewohnheiten an das Programm gekoppelt sind. Endet das Abo, enden Tracking, Wiegen und Gruppendruck, und mit ihnen das Defizit.
- Woche 1
Alles neu, alles spannend. Du scannst jeden Joghurt und staunst, was ein Croissant kostet. Die Waage fällt, oft auch durch weniger Salz und Fertigessen. - Woche 2 bis 4
Das Tracking wird Routine. Erste Ausrutscher bei Feiern fängt der Wochenpuffer auf. Jetzt entscheidet sich, ob dir die Gruppe hilft oder nervt. - Monat 2 bis 3
Die Abnahme verlangsamt sich, die Motivation sinkt. Viele tracken nur noch die guten Tage. Ehrlichkeit ist jetzt wichtiger als Perfektion. - Danach
Wer aufhört, braucht einen Plan ohne App. Feste Mahlzeiten, Gemüse auf jedem Teller, einmal pro Woche wiegen.
Ich habe meine 40 Kilo ohne Punkte und ohne Abo verloren, aber mit genau dem, was Weight Watchers verkauft, nämlich Kontrolle und Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Hilfreich ist die 25-Sekunden-Regel, mit der du langsamer isst und früher satt bist. Wie du die ersten Wochen ohne Abo planst, steht in meiner Abnehm-Anleitung.
Mein Tipp gegen den Jojo-Effekt: Nutze die letzten drei Abo-Monate, um ohne App zu essen und nur noch einmal pro Woche zu wiegen. Wenn es dann klappt, klappt es auch ohne Weight Watchers. Wenn nicht, weißt du es, bevor das Abo endet.
Weight Watchers im Vergleich mit Volumetrics und Brigitte
Weight Watchers ist im Grunde eine Mischung aus Kalorienzählen, Energiedichte und Gruppentherapie. Ähnliche Ideen findest du auch ohne Abo.
| Diät | Prinzip | Kosten | Durchhalten |
|---|---|---|---|
| Weight Watchers | Punkte, Null-Punkte-Liste, Gruppe | Abo, ca. 25 bis 45 € im Monat | Gut, solange das Abo läuft |
| Volumetrics Diät | Wenig Kalorien pro Gramm, große Portionen | Nur Lebensmittel | Gut machbar |
| Brigitte Diät | Fertige Rezepte und Wochenpläne, kalorienbewusst | Heft oder Buch | Mittel |
| Low Carb Diät | Weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß | Eher teurer | Streng am Anfang |
| Intervallfasten | Essen nur in Zeitfenstern | Kostenlos | Gut für Frühstücksmuffel |
Wenn du die Gruppe nicht brauchst, bekommst du mit Volumetrics oder einer kostenlosen Kalorien-App fast denselben Effekt für null Euro. Wenn du dagegen jemanden brauchst, der dich jeden Montag auf die Waage stellt, ist das Abo gut investiertes Geld. Alle Konzepte findest du unter Diäten im Check.
Weight Watchers mit Abnehmspritze
Weight Watchers hat die Spritze lange als Konkurrenz gesehen und sie dann umarmt. In den USA verschreibt das Unternehmen über eigene Ärzte inzwischen GLP-1-Medikamente. Auch in Deutschland gibt es inzwischen ein GLP-1-Begleitprogramm, das bei Ernährung, Eiweiß und Nebenwirkungen unterstützt. Verschreiben darf Weight Watchers hierzulande nicht, seit September 2026 arbeitet das Unternehmen dafür mit einer deutschen Telemedizin-Plattform zusammen.
Warum Punkte und Spritze sich gut ergänzen
Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro dämpfen Hunger und Heißhunger und lassen den Magen langsamer leeren. Das tägliche Punktebudget, an dem viele scheitern, fühlt sich plötzlich großzügig an. Disziplin brauchst du trotzdem, aber sie wird dir vermittelt. Während der Hunger gedämpft ist, gewöhnst du dich an kleine Portionen und daran, Essen bewusst einzuplanen. Die Gewohnheit entsteht, ohne dass du jeden Abend mit deinem Punktekonto verhandelst.
- Tracking wird zum Eiweiß-Check. Unter der Spritze isst du oft zu wenig. Nutze die App nicht zum Sparen, sondern um genug Protein zu erreichen.
- Null-Punkte-Eiweiß zuerst. Fisch, Geflügel, Magerquark und Tofu kosten keine Punkte und schützen deine Muskeln.
- Kleine, fettarme Mahlzeiten. Fettiges Essen verstärkt die typische Übelkeit. Das deckt sich mit der Punkte-Logik.
- Plan fürs Absetzen. Hier kann die Gruppe ihre Stärke ausspielen, denn nach der Spritze kehrt der Hunger zurück.
Die Medikamente sind verschreibungspflichtig. Ein Arzt prüft, ob sie für dich infrage kommen, in der Regel ab einem BMI von 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes. Mehr unter Abnehmspritzen, zum passenden Teller unter Ernährung bei Abnehmspritzen und zum Ende der Therapie unter Abnehmspritze absetzen.
Jetzt mal ehrlich: Dass ausgerechnet Weight Watchers heute Abnehmspritzen begleitet, sagt viel. Ein Programm, das 60 Jahre lang auf Disziplin gesetzt hat, gibt zu, dass Disziplin allein für viele nicht reicht. Die Mathematik bleibt dieselbe, nur das Werkzeug hat sich geändert.
Fazit: Lohnt sich Weight Watchers?
Ja, Weight Watchers funktioniert, solange du dabeibleibst. Das Punktesystem ist ein cleveres, gesundheitlich gefiltertes Kalorienzählen, die Null-Punkte-Liste lenkt dich zu sättigendem Essen, und die Gruppe sorgt für Kontrolle. In Studien nehmen Teilnehmer nach einem Jahr deutlich mehr ab als mit einer Broschüre. Nach fünf Jahren ist davon allerdings nicht mehr viel übrig, und das Abo kostet über die Jahre eine Menge Geld.
Seriöses, gut erforschtes Programm ohne Verbote. Abzug für die Dauerkosten, die Null-Punkte-Falle und die schwache Langzeitbilanz. Lohnt sich, wenn du Kontrolle von außen brauchst, sonst reicht eine Küchenwaage.
Ein GLP-1-Medikament dämpft den Appetit, damit neue Gewohnheiten Zeit haben. Arztpraxis voll oder keine Lust aufs Wartezimmer? Bei Online-Ärzten fragst du deine gewünschte Abnehmspritze oder Tablette bequem von zu Hause an. Wir nennen dir nur seriöse Anbieter ohne Abo-Fallen und versteckte Kosten im Anbieter-Vergleich.
Häufige Fragen zu Weight Watchers
Was kostet Weight Watchers im Monat?
Regulär kostet die App-Mitgliedschaft rund 25 Euro im Monat, mit wöchentlichen Workshops etwa 45 Euro. Mit Rabattaktionen für Jahresabos sinkt der Preis oft auf 6 bis 10 Euro pro Monat. Achte auf die Mindestlaufzeit.
Gibt es Weight Watchers nach der Insolvenz noch?
Ja. Der US-Konzern hat das Chapter-11-Verfahren im Juni 2025 nach rund sieben Wochen abgeschlossen und dabei Schulden in Milliardenhöhe gestrichen. App, Workshops und Programme laufen in Deutschland weiter.
Wie viele Punkte habe ich pro Tag?
Das Tagesbudget wird individuell aus Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht berechnet, dazu kommt ein Wochenpuffer. Eine feste Zahl für alle gibt es nicht, die App rechnet sie bei der Anmeldung aus.
Wie viel kann ich mit Weight Watchers in einem Monat abnehmen?
Realistisch sind 2 bis 4 Kilo im ersten Monat, ein Teil davon Wasser. Danach ist ein halbes Kilo pro Woche ein gutes Ziel. In Studien lag die Abnahme nach einem Jahr bei etwa 5 bis 7 Kilo.
Kann ich Weight Watchers ohne Abo machen?
Die App und das Punktesystem gibt es nur mit Abo. Das Prinzip dahinter, also Kaloriendefizit, viel Gemüse und regelmäßiges Wiegen, kannst du mit einer kostenlosen Kalorien-App und einer Küchenwaage nachbauen.
Bietet Weight Watchers die Abnehmspritze an?
In den USA verschreiben WW-Ärzte GLP-1-Medikamente. In Deutschland gibt es nur ein Begleitprogramm für Menschen mit Spritze, das Rezept stellt ein externer Arzt aus. Mehr zur Ernährung unter Ernährung bei Abnehmspritzen.
- Primary care referral to a commercial provider for weight loss treatment versus standard care – Lancet 2011
pmc.ncbi.nlm.nih.gov - Extended and standard duration weight-loss programme referrals for adults in primary care (WRAP) – Lancet 2017
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov - Extended and standard duration weight-loss programme referrals, 5-year outcomes of the WRAP trial – Lancet Public Health 2022
eprints.soton.ac.uk - Efficacy of commercial weight-loss programs, an updated systematic review – Annals of Internal Medicine 2015
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov - WW International, Form 10-K für das Geschäftsjahr 2025 – U.S. Securities and Exchange Commission
sec.gov - GoLighter und Weight Watchers, Begleitung für GLP-1-Patienten – Apotheke Adhoc 2026
apotheke-adhoc.de - 350+ ZeroPoint Lebensmittel – WeightWatchers Deutschland
weightwatchers.com - Weight Watchers Kosten und Erfahrungen 2026 – Monsterdealz
monsterdealz.de