Mazindol: Der Appetitzügler, den keiner vermisst
Sanorex in den USA, Teronac in Großbritannien. Mazindol war in den Siebzigern einer von vielen Appetitzüglern, die das Gehirn hochfahren, damit der Hunger leiser wird. Die Wirkung blieb bescheiden, die Schlaflosigkeit nicht. Heute ist der Wirkstoff in Deutschland nicht verschreibungsfähig, und trotzdem googeln ihn Leute.
Aktualisiert: November 2026 · Jörg Keller · Lesezeit 12 Min.
- Mazindol ist ein zentral wirkender Appetitzügler von Sandoz, in den USA ab 1973 als Sanorex zugelassen
- Novartis hat Sanorex 1999 eingestellt, laut FDA nicht aus Sicherheitsgründen, sondern aus anderen Gründen
- In Deutschland steht Mazindol in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes und darf nicht verschrieben werden
- Eine Meta-Analyse fand nur rund 2 Kilo mehr Abnahme als Placebo, dafür deutlich mehr Schlafstörungen
- Heute tritt an seine Stelle die ärztlich verordnete GLP-1-Therapie wie Wegovy oder Mounjaro

- Abnehmwirkung
- Sicherheit
- Studienlage
- Heute erhältlich
Damals versprochen …ein Appetitzügler, der den Hunger bremst, ohne ein klassisches Amphetamin zu sein, als Starthilfe für eine Diät.
Was wirklich passierte …ein paar Kilo mehr als mit Placebo, dazu Schlaflosigkeit, Nervosität und Herzrasen. In den USA 1999 still eingestellt, in Deutschland nicht verschreibungsfähig.
| Wirkstoff | Mazindol |
|---|---|
| Handelsnamen | Sanorex (USA, Kanada, Japan), Mazanor, Teronac (Großbritannien, Irland) |
| Wirkprinzip | Stimulans, hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin im Gehirn |
| Auf dem Markt | USA 1973–1999, Japan seit 1992 |
| Status heute | In Deutschland Anlage II BtMG, nicht verschreibungsfähig; in Japan weiter zugelassen |
| Grund | Vom Hersteller eingestellt, schwache Wirkung, Stimulanzien-Nebenwirkungen |
- Was ist Mazindol?
- So wirkte Mazindol im Körper
- Die Geschichte: Aufstieg und stiller Abgang
- Was Studien zur Abnehmwirkung zeigen
- Nebenwirkungen und Risiken
- Comeback als Narkolepsie-Mittel?
- Warum Leute heute noch nach Mazindol suchen
- Was heute statt Mazindol hilft
- Fazit: Taugt Mazindol heute noch was?
- Häufige Fragen zu Mazindol
Was ist Mazindol?
Mazindol ist ein Appetitzügler aus dem Labor des Schweizer Pharmakonzerns Sandoz. Entwickelt wurde der Wirkstoff in den Sechzigerjahren, die Patente stammen aus den Jahren 1969 bis 1971. Die US-Arzneimittelbehörde FDA ließ ihn am 14. Juni 1973 unter dem Namen Sanorex zu. In Großbritannien und Irland hieß das Präparat Teronac. Es gehört damit in dieselbe Generation wie Phentermin und Amfepramon, die du in unserer Übersicht Alte Abnehmmittel findest.
Das Besondere an Mazindol war seine Chemie. Es ist kein Amphetamin-Abkömmling im engeren Sinn, sondern ein ringförmiges Molekül aus einer ganz anderen Stoffklasse. Pharmakologisch arbeitet es trotzdem wie ein Aufputschmittel. Genau das war das Verkaufsargument der Siebziger, ein Appetitzügler, der nicht nach Speed klingt.
Mazindol ist ein Imidazo-Isoindol, kein Phenylethylamin wie Amphetamin, Phentermin oder Amfepramon.
Im Gehirn wirkt es wie ein Stimulans. Mehr Noradrenalin und Dopamin, weniger Hunger, mehr Unruhe.
Wie alle Appetitzügler dieser Ära war es nur als kurzfristige Starthilfe zu einer Diät gedacht.
Eine Wunderpille war Mazindol nie. Schon in den Siebzigern schrieb das britische Fachblatt Drug and Therapeutics Bulletin über Teronac sinngemäß, Appetitzügler solle man besser meiden, wo es geht, denn Gewicht verliert man vor allem über weniger Kalorien. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
So wirkte Mazindol im Körper
Mazindol blockiert im Gehirn die Transporter, die Botenstoffe nach getaner Arbeit zurück in die Nervenzelle holen. Am stärksten trifft es Noradrenalin, danach Dopamin und deutlich schwächer Serotonin. Die Botenstoffe bleiben länger im Spalt zwischen den Nervenzellen, das Nervensystem läuft auf erhöhter Drehzahl. Die Hungerzentren im Hypothalamus werden gedämpft.
Das ist der Kern des Problems aller alten Appetitzügler. Sie machen nicht satt, sie lenken den Körper vom Hunger ab. Sobald die Wirkung nachlässt oder die Tabletten wegfallen, meldet sich der Appetit zurück, und mit ihm die alten Gewohnheiten.
Der Unterschied zu heute: Mazindol drehte das Nervensystem hoch und nahm den Hunger als Nebeneffekt mit. Moderne GLP-1-Medikamente ahmen dagegen ein körpereigenes Sättigungshormon nach. Sie sagen dem Gehirn „du bist satt“, statt es in Alarm zu versetzen. Mehr dazu unter Abnehmspritzen.
Die Geschichte: Aufstieg und stiller Abgang
Mazindol hat keinen großen Skandal hinter sich wie Fenfluramin oder Sibutramin. Es ist eher leise verschwunden, Land für Land. Die Stationen im Überblick.
- 1960er
Sandoz entwickelt Mazindol, die Patente folgen 1969 bis 1971. - 1973
Die FDA lässt Sanorex am 14. Juni zur Behandlung von Übergewicht zu. - 1970er
In Großbritannien kommt das Präparat als Teronac auf den Markt. Fachblätter bleiben skeptisch gegenüber allen Appetitzüglern. - 1992
Sandoz bringt Sanorex in Japan heraus, aber nur für schwere Adipositas ab einem BMI von 35 und erst nach gescheiterter Diät. - 1995
In Irland endet die Zulassung von Teronac, Inhaber war Novartis Pharmaceuticals UK. - 1999
Novartis stellt Sanorex in den USA ein. Im selben Jahr stellt die EU-Arzneimittelbehörde fest, dass es in der EU keine Zulassung für Mazindol mehr gibt. - 2008
Die FDA bestätigt offiziell, dass Sanorex nicht aus Sicherheits- oder Wirksamkeitsgründen vom Markt ging. - 2022
Ein Schweizer Biotech-Unternehmen meldet positive Phase-2-Daten zu Mazindol gegen Narkolepsie. - Heute
In Deutschland nicht verschreibungsfähig, in Japan weiter im Einsatz, als Abnehmmittel in Europa bedeutungslos.
Die Formulierung der FDA ist wichtig, damit du sie richtig einordnest. Mazindol wurde in den USA nicht verboten. Der Hersteller hat es aus eigenen Gründen eingestellt. Die Behörde fand 2008 in Literatur und Meldedaten nichts, was eine Rücknahme aus Sicherheitsgründen begründet hätte. Das heißt aber nicht, dass Mazindol harmlos ist, sondern nur, dass es nie den einen großen Knall gab.
Warum Japan anders tickt: In Japan war Mazindol laut einer Studie aus dem Jahr 2024 jahrzehntelang der einzige zugelassene Appetitzügler für stark übergewichtige Menschen, bis Semaglutid kam. Der Einsatz ist dort eng begrenzt, nur bei einem BMI über 35 und nur zeitlich befristet.
Was Studien zur Abnehmwirkung zeigen
Die meisten Mazindol-Studien stammen aus den Siebzigern und Achtzigern. Kleine Gruppen, kurze Laufzeiten, viele Abbrecher. Eine brasilianische Arbeitsgruppe hat 2017 alles zusammengetragen, was es an kontrollierten Studien zu Mazindol und Amfepramon gibt. Das Ergebnis ist ernüchternd.
Rund zwei Kilo mehr als mit Zuckerpille, das ist alles. Die Autoren sprechen von schwacher Evidenz und einem hohen Verzerrungsrisiko in den meisten Studien. Belastbare Sicherheitsdaten fanden sie keine. Eine einzelne Studie meldete zwar, dass deutlich mehr Mazindol-Patienten über fünf Prozent abnahmen als unter Placebo. Ein Einzelbefund reicht aber nicht für eine Empfehlung.
| Studie | Umfang | Ergebnis |
|---|---|---|
| Lucchetta u. a., Clinics 2017 | Meta-Analyse, 5 Mazindol-Studien | 1,7 bis 2,4 kg mehr als Placebo, schwache Evidenz |
| Tanaka u. a., J Clin Med 2024 | 147 Patienten in Japan, BMI über 35, ohne Placebogruppe | Je nach Zahl der Behandlungszyklen rund 6 bis 12 Prozent weniger Gewicht |
| Zwei Studien aus Mexiko, 2022 (zitiert bei Tanaka) | 3 bis 6 Monate | Rund 7 bis 11 Prozent, teils zusammen mit Metformin |
Die japanische Auswertung klingt besser, hat aber einen Haken. Es gab keine Vergleichsgruppe ohne Medikament. Die Patienten wurden zusätzlich zu Diät und Bewegung behandelt, und die Autoren schreiben selbst, dass es eine randomisierte Studie bräuchte. Die Publikationskosten trug teilweise der Hersteller.
Jetzt mal ehrlich: Zwei Kilo in ein paar Monaten schaffst du auch, wenn du abends die Chips weglässt. Ein Kilo Körperfett entspricht etwa 7.000 kcal. Wer täglich 500 kcal einspart, ist nach vier Wochen bei rund zwei Kilo, ohne Schlaflosigkeit und ohne Herzklopfen. Wie viel du einsparen musst, rechnest du mit dem Rechner Kalorienverbrauch ermitteln aus.
Nebenwirkungen und Risiken
Mazindol ist ein Stimulans, und so sehen auch die Nebenwirkungen aus. In der Meta-Analyse von 2017 brachen Mazindol-Patienten die Behandlung fast dreimal so oft ab wie unter Placebo. Schlafstörungen traten massiv häufiger auf, Verstopfung ebenfalls. Die kanadische Fachinformation von 2015 liest sich wie die Liste eines klassischen Aufputschmittels.
Was dafür sprach
- Weniger HungerIn den ersten Wochen spürbar gedämpfter Appetit.
- Kein klassisches AmphetaminChemisch eine andere Stoffklasse, das klang in den Siebzigern beruhigend.
- Kein großer SkandalAnders als Fenfluramin nie wegen einer Katastrophe vom Markt genommen.
Was dagegen spricht
- SchlaflosigkeitLaut Meta-Analyse ein rund achtfach erhöhtes Risiko gegenüber Placebo.
- Herz und KreislaufHerzrasen, Herzklopfen, Brustschmerz und Bluthochdruck stehen in der Fachinformation.
- PsycheNervosität, Unruhe, Schwindel, depressive Verstimmung und psychotische Reaktionen sind beschrieben.
- LungenhochdruckDie kanadische Fachinformation warnt, dass das Risiko einer pulmonalen Hypertonie bei mehr als drei Monaten Behandlung steigt.
- AbhängigkeitToleranz, Abhängigkeit und Entzugserscheinungen bei längerer Einnahme sind möglich.
Die Liste der Gegenanzeigen ist lang. Herzkrankheiten, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, nicht eingestellter Bluthochdruck, Essstörungen, Depression, Psychosen, Alkoholabhängigkeit, grüner Star, Schwangerschaft und Stillzeit. Gerade die Menschen, die Übergewicht oft begleitet, also Bluthochdruck und Herzprobleme, sollten die Finger davon lassen.
Lungenhochdruck ist kein Detail. Die pulmonale Hypertonie ist die Krankheit, die schon Menocil und später Fenfluramin zu Fall gebracht hat. Sie kann tödlich enden. Dass die Fachinformation bei Mazindol ausdrücklich davor warnt, zeigt, in welche Familie dieser Wirkstoff gehört.
Comeback als Narkolepsie-Mittel?
Hier wird es spannend, denn Mazindol ist nicht ganz tot. Schon in den Siebzigern fiel auf, dass der Wirkstoff gegen Narkolepsie hilft, also gegen die Schlafkrankheit mit plötzlichen Schlafattacken und Muskelerschlaffung bei starken Gefühlen. Ärzte setzten ihn dafür in Einzelfällen ein.
Ein Schweizer Biotech-Unternehmen hat daraus ein neues Präparat mit verzögerter Freisetzung entwickelt. Im September 2022 meldete die Firma die Ergebnisse einer Phase-2a-Studie.
Das Präparat hat in den USA einen Orphan-Drug-Status für Narkolepsie. Zugelassen ist es aber nicht. In ihrem Jahresbericht für 2024 schreibt die Firma selbst, dass ihre Mazindol-Kandidaten keine zugelassenen Medikamente sind und dass vor einer Phase-3-Studie womöglich noch weitere Untersuchungen nötig sind.
Wichtig für dich: Selbst wenn Mazindol eines Tages gegen Narkolepsie zugelassen wird, ist es kein Comeback als Abnehmpille. Es wäre ein Medikament für eine seltene neurologische Erkrankung, verschrieben vom Schlafmediziner. Wer das als Abnehm-Hintertür versteht, landet beim Missbrauch eines Stimulans.
Warum Leute heute noch nach Mazindol suchen
Die Suchanfragen kommen aus drei Ecken. Ältere Menschen erinnern sich an Sanorex oder Teronac aus der Hausarztpraxis. Andere stoßen in Foren auf Berichte aus Mexiko oder Japan, wo Mazindol noch verordnet wird. Wieder andere landen über die Narkolepsie-Meldungen bei dem Namen und hoffen auf eine neue alte Wunderpille.
Die Rechtslage in Deutschland ist eindeutig. Mazindol steht in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes. Das bedeutet, der Stoff ist zwar verkehrsfähig, darf aber von keinem Arzt verschrieben werden. Eine legale Bezugsquelle für Patienten gibt es damit nicht.
Finger weg von Angeboten im Netz. Wer Mazindol ohne Rezept aus dem Ausland bestellt, verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz, nicht nur gegen das Arzneimittelgesetz. Dazu kommt das Fälschungsrisiko. Was in einer Kapsel ohne geprüfte Herkunft steckt, weiß niemand, im schlimmsten Fall ein ganz anderer Wirkstoff in unbekannter Menge. Wie verbreitet das bei Abnehmmitteln ist, steht unter Abnehmspritze Fälschungen.
Auch der Umweg über rezeptfreie „Appetitzügler“ in Kapselform ist keine Lösung. Behörden finden in solchen Produkten immer wieder verbotene Wirkstoffe wie Sibutramin, das als Reductil wegen Herzrisiken vom Markt musste. Mehr zu frei verkäuflichen Mitteln liest du unter Fatburner, und wann ein echter Appetitzügler mit Rezept infrage kommt, unter Ab wann Appetitzügler kaufen.
Was heute statt Mazindol hilft
Zwischen Sanorex und den heutigen Medikamenten liegen fünfzig Jahre Forschung. Der Vergleich zeigt, warum niemand Mazindol zurückwollen muss.
| Mazindol damals | GLP-1 heute | |
|---|---|---|
| Wirkprinzip | Stimulans, Alarmmodus im Gehirn | Sättigungshormon, Magen entleert langsamer |
| Abnahme in Studien | Rund 2 kg mehr als Placebo | Rund 15 bis 20 Prozent des Körpergewichts |
| Typische Nebenwirkungen | Schlaflosigkeit, Herzrasen, Nervosität | Übelkeit, Verstopfung, Durchfall |
| Abhängigkeit | Möglich, Betäubungsmittel in DE | Kein Suchtpotenzial bekannt |
| Dauer | Nur wenige Wochen gedacht | Für die Langzeittherapie geprüft |
| Status in Deutschland | Nicht verschreibungsfähig | Zugelassen, auf Rezept |
Sättigung statt Aufputschen
Mazindol hat das Nervensystem hochgefahren, damit der Hunger untergeht. GLP-1-Medikamente wie Wegovy oder Mounjaro gehen den umgekehrten Weg. Sie ahmen ein Darmhormon nach, das nach dem Essen Sättigung meldet, lassen den Magen langsamer leeren und dämpfen den Heißhunger. In der Studie STEP 1 verloren Erwachsene mit Semaglutid im Schnitt rund 15 Prozent ihres Gewichts, in SURMOUNT-1 mit Tirzepatid in der höchsten Stufe rund 20 Prozent.
- Disziplin brauchst du trotzdem. Die Spritze nimmt dir das Kaloriendefizit nicht ab, aber sie vermittelt dir die Disziplin. Während der Hunger gedämpft ist, gewöhnst du dich an kleinere Portionen.
- Kein Stimulans. Kein Herzrasen durch Aufputschen, keine schlaflosen Nächte, kein Suchtpotenzial wie bei den alten Appetitzüglern.
- Auch Nebenwirkungen. Übelkeit und Verdauungsprobleme sind häufig, mehr dazu unter Abnehmspritzen Nebenwirkungen.
Die Medikamente sind verschreibungspflichtig. Ein Arzt prüft, ob sie für dich infrage kommen, in der Regel ab einem BMI von 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes. Mehr unter Abnehmspritzen, zur Tablettenform unter Abnehmtabletten und zu den Wirkstoffen unter Wegovy und Mounjaro.
Wenn du lieber ohne Medikament startest, ist das völlig in Ordnung. Ich habe meine 40 Kilo ohne Spritze und ohne Pillen verloren, mit einem festen Plan und viel Sturheit. Wie das geht, steht in meiner Abnehm-Anleitung. Einen Überblick über alle zugelassenen Mittel findest du unter Medikamente zum Abnehmen.
Fazit: Taugt Mazindol heute noch was?
Mazindol ist ein typischer Vertreter der alten Appetitzügler. Etwas weniger Hunger, deutlich mehr Unruhe, und eine Abnahme, die in Studien kaum über zwei Kilo hinauskommt. Der Wirkstoff ist nicht mit einem großen Knall gestorben, sondern einfach überflüssig geworden. In Deutschland darfst du ihn nicht verschrieben bekommen, und das ist auch gut so. Wer heute medizinische Hilfe beim Abnehmen braucht, hat mit GLP-1-Medikamenten Optionen, die ein Vielfaches leisten und für die Langzeittherapie geprüft sind.
Kein Skandalmittel, aber ein Aufputscher mit Mini-Effekt, Schlaflosigkeit und Herzrisiken. In Deutschland nicht verschreibbar, als Abnehmmittel überholt. Spannend höchstens noch für die Schlafmedizin, nicht für deine Waage.
Ein ärztlich verschriebenes GLP-1-Medikament dämpft den Hunger über ein Sättigungshormon, damit neue Gewohnheiten Zeit haben. Alle seriösen Anbieter im Anbieter-Vergleich.
Häufige Fragen zu Mazindol
Ist Mazindol in Deutschland erhältlich?
Nein. Mazindol steht in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes. Der Stoff ist damit nicht verschreibungsfähig, kein Arzt darf ihn verordnen und keine Apotheke ihn auf Rezept abgeben.
Wo kann man Mazindol kaufen?
Legal nirgends in Deutschland. Angebote im Internet sind ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und ein hohes Fälschungsrisiko. Wenn du ärztliche Hilfe beim Abnehmen willst, sprich mit deinem Arzt über zugelassene Mittel wie Wegovy oder Orlistat.
Wurde Mazindol wegen Nebenwirkungen verboten?
In den USA nicht. Novartis hat Sanorex 1999 eingestellt, und die FDA hat 2008 bestätigt, dass das nicht aus Sicherheits- oder Wirksamkeitsgründen geschah. Harmlos ist der Wirkstoff trotzdem nicht, Schlafstörungen, Herzrasen und das Risiko von Lungenhochdruck sind beschrieben.
Wie viel nimmt man mit Mazindol ab?
Wenig. Eine Meta-Analyse von 2017 fand nur rund 1,7 bis 2,4 Kilo mehr als mit Placebo, bei schwacher Studienlage. Moderne GLP-1-Medikamente erreichen in Studien ein Vielfaches.
Ist Mazindol ein Amphetamin?
Chemisch nicht, es gehört zu einer anderen Stoffklasse. Pharmakologisch wirkt es aber wie ein Stimulans, es erhöht Noradrenalin und Dopamin im Gehirn. Deshalb ähneln die Nebenwirkungen denen von Phentermin oder Amfepramon.
Wird Mazindol gegen Narkolepsie eingesetzt?
Es wird dafür erforscht. Eine Phase-2a-Studie mit einem Retard-Präparat lieferte 2022 positive Ergebnisse, zugelassen ist es dafür aber nicht. Als Abnehmmittel spielt das keine Rolle.
- Determination That SANOREX (Mazindol) Tablets Were Not Withdrawn From Sale for Reasons of Safety or Effectiveness – Federal Register 2008
govinfo.gov - Extraordinary meeting to finalise review of anorectic agents – EMEA/CPMP 1999
ema.europa.eu - Betäubungsmittelgesetz, Anlage II – Bundesministerium der Justiz
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biospace.com - Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (STEP 1) – NEJM 2021
nejm.org - Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1) – NEJM 2022
nejm.org