Mirapront N: Die Diätkapsel, die 2001 starb
Mirapront N war eine der bekanntesten Diätkapseln in deutschen Apotheken. Drin steckte Cathin, ein Verwandter des Amphetamins. Am 6. Juni 2001 war Schluss, das BfArM ordnete die sofortige Marktrücknahme an. Was heute unter dem Namen im Netz auftaucht, hat mit dem Original nichts zu tun.
Aktualisiert: November 2026 · Jörg Keller · Lesezeit 12 Min.
- Mirapront N enthielt Cathin (D-Norpseudoephedrin), einen Appetitzügler aus der Amphetamin-Familie
- Seit dem 6. Juni 2001 durfte keine Apotheke Mirapront N mehr abgeben, Grund war ein negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis
- Die Behörden sahen bei der ganzen Gruppe dieser Appetitzügler ein Risiko für lebensbedrohlichen Lungenhochdruck, Cathin selbst macht Herzrasen, Unruhe und kann abhängig machen
- Seit 2021 ist in Deutschland gar kein Cathin-Präparat mehr zugelassen, auch Alvalin nicht
- Heute dämpfen GLP-1-Medikamente auf Rezept den Hunger, ohne den Kreislauf hochzujagen

- Abnehmwirkung
- Sicherheit
- Studienlage
- Heute erhältlich
Damals versprochen …weniger Hunger, mehr Schwung und schnell ein paar Kilo runter, einfach mit einer Kapsel aus der Apotheke.
Was wirklich passierte …ein paar Kilo, die meist zurückkamen, Herzklopfen und Schlafprobleme, und am Ende ein behördlicher Stopp für die ganze Wirkstoffgruppe.
| Wirkstoff | Cathin (D-Norpseudoephedrin) |
|---|---|
| Handelsnamen | Mirapront N Kapseln, verwandte Cathin-Präparate wie Antiadipositum X-112 und Alvalin |
| Wirkprinzip | Indirektes Sympathomimetikum, setzt Noradrenalin frei und dämpft so den Appetit |
| Auf dem Markt | bis 6. Juni 2001 |
| Status heute | Nicht mehr im Handel, seit 2021 kein Cathin-Arzneimittel mehr zugelassen, Cathin ist ein Betäubungsmittel |
| Grund | Mangelhafter Wirksamkeitsnachweis, negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis, Lungenhochdruck-Risiko der amphetaminähnlichen Appetitzügler |
- Was war Mirapront N?
- So wirkte Cathin im Körper
- Die Geschichte: Aufstieg und Absturz
- Was Studien zu Cathin zeigen
- Nebenwirkungen und Risiken
- Mirapront im Netz: Warum du die Finger davon lässt
- Damals vs. heute
- Was heute statt Mirapront N hilft
- Fazit: Taugt Mirapront N heute noch was?
- Häufige Fragen zu Mirapront N
Was war Mirapront N?
Mirapront N war ein Appetitzügler in Kapselform, der bis 2001 in deutschen Apotheken stand. Wer abnehmen wollte und keine Lust auf Hunger hatte, kannte den Namen. Der Wirkstoff hieß D-Norpseudoephedrin, in der Fachsprache meist Cathin genannt. Alles zum Wirkstoff selbst findest du auf meiner Seite zu Cathin, die ganze Reihe verschwundener Schlankmacher in der Übersicht Alte Abnehmmittel.
Mirapront N war nicht allein. Mit demselben Wirkstoff gab es die Dragees und Tropfen von Antiadipositum X-112 und die Vita-Schlanktropfen Schuck. Die Tropfen überlebten später unter dem Namen Alvalin bis 2021. Mirapront N nicht.
Cathin ist einer der Wirkstoffe des Kathstrauchs, dessen Blätter als Droge gekaut werden. Pflanzlich heißt hier nicht harmlos.
Das Versprechen war simpel. Du schluckst etwas, der Hunger wird leiser, und die Kilos purzeln ohne große Umstellung.
Cathin gehört zu den amphetaminähnlichen Appetitzüglern, genau wie Amfepramon und Phentermin.
Die Masse an Packungen zeigt, wie beliebt diese Mittel waren. Laut arznei-telegramm gingen allein im Jahr 2000 in Deutschland noch rund 580.000 Packungen Antiadipositum X-112 über den Tresen, obwohl der Widerruf längst absehbar war. Zum Vergleich, beim Amfepramon-Präparat Regenon waren es etwa 90.000 Packungen.
So wirkte Cathin im Körper
Cathin ist ein indirektes Sympathomimetikum. Übersetzt heißt das, der Stoff sorgt dafür, dass deine Nervenzellen mehr Noradrenalin ausschütten. Noradrenalin ist ein Botenstoff des Stresssystems, also genau das, was dein Körper bei Gefahr hochfährt. Wer im Stressmodus ist, denkt nicht ans Essen.
Wichtig ist, was Cathin nicht tut. Es verbrennt kein Fett und schmilzt keine Pölsterchen weg. Es nimmt dir nur einen Teil des Hungers. Das Kaloriendefizit, das die Waage bewegt, musst du trotzdem selbst erzeugen. Wie groß es sein muss, rechnest du mit meiner Anleitung zum Kalorienverbrauch ermitteln aus.
Das Gewöhnungsproblem: Bei Appetitzüglern dieser Klasse lässt die Wirkung nach einigen Wochen nach, der Körper gewöhnt sich an den Dauerstress. Gleichzeitig wächst das Risiko. DocCheck nennt für Cathin bei längerer Einnahme ausdrücklich Gewöhnung, Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.
Die Geschichte: Aufstieg und Absturz
Das Ende von Mirapront N war kein leises Auslaufen. Es war ein jahrelanger Behördenkrimi, in dem Hersteller, EU-Kommission, Gerichte und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gegeneinander antraten.
- Bis Ende der 1990er
Cathin-Präparate wie Mirapront N und Antiadipositum X-112 sind in deutschen Apotheken Standard. Die Verkaufszahlen gehen in die Hunderttausende Packungen. - 9. März 2000
Die EU-Kommission ordnet den Widerruf der Zulassungen für eine ganze Gruppe von Appetitzüglern an, darunter Norpseudoephedrin, Amfepramon, Phentermin, Mefenorex und Mazindol. - 2000 bis 2001
Einsprüche vor allem deutscher Firmen verzögern die Umsetzung. Die Gerichte weisen die Einwände zunächst ab, der Verkauf läuft derweil weiter. - 6. Juni 2001
Das BfArM ordnet die sofortige Vollziehung der Widerrufe an. Mirapront N Kapseln, X-112 S, Vita-Schlanktropfen Schuck, Rondimen und die Regenon-Präparate dürfen ab sofort nicht mehr abgegeben werden. - 26. November 2002
Das Gericht erster Instanz der EU erklärt die Kommissionsentscheidungen für nichtig, soweit sie die Präparate der klagenden Firmen betreffen. Der Grund ist juristisch, die Kommission war nicht zuständig. 2003 bestätigt der Europäische Gerichtshof das Urteil. - 2017
Eine von Hersteller Riemser finanzierte Studie mit Cathin-Tropfen erscheint in Obesity Facts. Der Wirkstoff lebt als Alvalin weiter. - 2021
Das BfArM verlängert die Zulassung von Alvalin nicht mehr. Seither gibt es in Deutschland kein zugelassenes Cathin-Arzneimittel mehr.
Die Begründung für den Stopp 2001 war klar. Laut arznei-telegramm sei der Nachweis der Wirksamkeit mangelhaft, dazu komme das Risiko eines lebensbedrohlichen Lungenhochdrucks, das für die ganze Gruppe der amphetaminähnlichen Appetitzügler gesehen wurde, berichtet auch bei Amfepramon. Das Nutzen-Schaden-Verhältnis sei negativ. Stiftung Warentest berichtete im Juli 2001 von zum Teil lebensbedrohlichen Risiken. Nur Tenuate mit Amfepramon blieb wegen eines komplizierten Verfahrens vorerst verschont, mehr dazu bei Tenuate Retard.
Warum kam ein Teil zurück? Das Urteil von 2002 sagte nicht, dass die Mittel sicher sind. Es sagte nur, dass die EU-Kommission das falsche Verfahren gewählt hatte. Einige Hersteller brachten ihre Präparate deshalb wieder in den Handel, Cathin-Tropfen etwa als X-112 T und später Alvalin. Ein Comeback von Mirapront N ist nicht dokumentiert.
Was Studien zu Cathin zeigen
Aus der Zeit von Mirapront N gibt es kaum belastbare Studien nach heutigem Standard. Genau das war einer der Kritikpunkte von 2001. Die beste Untersuchung kam erst lange nach dem Aus der Kapseln. 2017 veröffentlichte ein Team um den Münchner Ernährungsmediziner Hans Hauner eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit Cathin-Tropfen.
241 Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas, mittlerer BMI 34,6, nahmen 24 Wochen lang Cathin in drei Stärken oder ein Placebo. Alle machten zusätzlich ein Lebensstilprogramm mit Ernährung und Bewegung.
Auf den ersten Blick klingt das ordentlich. Der zweite Blick ist ernüchternd. Die Studie lief nur ein halbes Jahr, Hochrisikopatienten waren ausgeschlossen, und bezahlt hat sie der Hersteller. Der Puls stieg mit der Stärke an, in der höchsten Gruppe im Mittel um gut 6 Schläge pro Minute. Die Autoren selbst schreiben, dass weitere Studien zu Wirksamkeit und Sicherheit nötig sind.
Jetzt mal ehrlich: Ein halbes Jahr Studie sagt nichts über Lungenhochdruck, der sich oft erst später zeigt. Vier Jahre nach dieser Studie hat das BfArM entschieden, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht mehr positiv ist. Mehr Urteil braucht es nicht.
Nebenwirkungen und Risiken
Cathin wirkt auf das Stresssystem, und das Stresssystem hängt an Herz, Kreislauf und Psyche. Die Liste der bekannten Nebenwirkungen ist entsprechend lang.
Was Cathin konnte
- Appetit dämpfenWeniger Hunger in den ersten Wochen, das war der ganze Trick.
- Messbarer EffektIn der Studie von 2017 einige Kilo mehr als mit Placebo, über 24 Wochen.
- Schneller EinstiegKein Spritzen, keine lange Aufdosierung, das machte es bequem.
Was Cathin kostete
- Herz und KreislaufHerzrasen, Herzklopfen und Bluthochdruck, selten Schlaganfall oder Herzinfarkt.
- Nerven und PsycheNervosität, Unruhe, Schwindel, Schlafstörungen, im Extremfall Krampfanfälle, Psychosen oder Depressionen.
- LungenhochdruckSchwere pulmonale Hypertonie wurde berichtet, das Risiko steigt bei Einnahme über drei Monate.
- AbhängigkeitGewöhnung und Entzugserscheinungen nach längerer Einnahme.
- Jojo-EffektKapsel weg, Hunger zurück. Ohne neue Gewohnheiten kehren die Kilos schnell wieder.
Lungenhochdruck ist kein kleines Risiko. Bei der pulmonalen Hypertonie verengen sich die Blutgefäße der Lunge, die rechte Herzhälfte muss gegen einen immer höheren Widerstand pumpen. Die Krankheit beginnt schleichend mit Luftnot bei Belastung und ist oft nicht heilbar. Wie verheerend sie bei Appetitzüglern verlaufen kann, zeigt die Geschichte von Menocil in den Sechzigern.
Dazu kommt der Sport. Cathin steht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur bei den Stimulanzien, im Wettkampf ist es oberhalb eines Grenzwerts im Urin verboten. Wer im Verein Wettkämpfe bestreitet, riskiert mit einem alten Cathin-Präparat eine Sperre.
Mirapront im Netz: Warum du die Finger davon lässt
Der Name Mirapront wird bis heute gegoogelt, vor allem von Leuten, die sich an die Kapseln ihrer Mutter erinnern. Das nutzen dubiose Händler aus. Ein legales Mirapront N gibt es nirgends, die Kapseln sind seit 25 Jahren Geschichte, und seit 2021 ist in Deutschland überhaupt kein Cathin-Arzneimittel mehr zugelassen.
Rechtlich ist die Lage eindeutig. Cathin steht in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes, ausgenommen sind nur schwach konzentrierte Zubereitungen. Wer so etwas ohne Rezept verkauft oder bestellt, bewegt sich im Strafrecht.
Was wirklich in Netz-Kapseln steckt: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt vor angeblich pflanzlichen Schlankheitsmitteln aus dem Internet. Ein Großteil der untersuchten Produkte enthielt nicht deklarierte Wirkstoffe, häufig Sibutramin, teils in doppelter Tagesmenge des früheren Arzneimittels, dazu Rimonabant und sogar das giftige DNP. Laut LGL ist der Handel mit solchen Produkten strafbar.
Was auf der Dose steht, muss nicht drin sein. Was drin ist, steht oft nicht auf der Dose.
Niemand prüft, ob dein Herz, dein Blutdruck oder deine Lunge so einen Stoff überhaupt vertragen.
Betäubungsmittel und nicht zugelassene Arzneimittel aus dem Ausland landen schnell beim Zoll und bei der Staatsanwaltschaft.
Wenn dir jemand „Fatburner wie früher“ verspricht, lies vorher meine Einordnung der Fatburner. Wer nach Ersatz mit ähnlichem Kick sucht, landet oft bei Ephedrin, warum das keine gute Idee ist, steht unter Ephedrin zum Abnehmen.
Damals vs. heute
Zwischen Mirapront N und den heutigen Medikamenten liegt ein kompletter Generationswechsel. Die alten Kapseln drehten am Stresssystem, die neuen arbeiten mit einem körpereigenen Sättigungshormon.
| Mirapront N (damals) | GLP-1-Medikamente (heute) | |
|---|---|---|
| Wirkstoff | Cathin | Semaglutid, Tirzepatid |
| Wirkprinzip | Noradrenalin hoch, Stressmodus | Sättigungshormon, Magen leert sich langsamer |
| Abnahme in Studien | 9,1 kg nach 24 Wochen in der besten Gruppe | Rund 15 bis 20 % des Körpergewichts |
| Studiendauer | Ein halbes Jahr, vom Hersteller bezahlt | Über ein Jahr, jeweils Tausende Teilnehmer |
| Herz und Kreislauf | Puls und Blutdruck rauf | Kein Aufputsch-Effekt |
| Hauptrisiken | Lungenhochdruck, Abhängigkeit | Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, selten Gallenblase und Bauchspeicheldrüse |
| Status | Seit 2001 vom Markt | Zugelassen, rezeptpflichtig |
Auch die heutigen Mittel haben Nebenwirkungen, ehrlich aufgelistet unter Abnehmspritzen Nebenwirkungen. Der Unterschied ist, dass sie in großen Studien über lange Zeit geprüft wurden, bevor sie auf den Markt kamen.
Was heute statt Mirapront N hilft
Der Wunsch hinter Mirapront N war nie verkehrt. Weniger Hunger, damit das Defizit leichter fällt. Nur der Weg war gefährlich. Heute gibt es dafür Medikamente, die an einer ganz anderen Stelle ansetzen.
Sättigung statt Stressmodus
Mirapront N hat dein Stresssystem hochgefahren, damit der Hunger in den Hintergrund tritt. GLP-1-Medikamente wie Wegovy oder Mounjaro ahmen dagegen ein körpereigenes Sättigungshormon nach. Der Magen leert sich langsamer, du bist früher satt, und der Heißhunger wird leiser. In den großen Zulassungsstudien verloren Teilnehmer mit Semaglutid 2,4 mg (STEP 1) im Mittel rund 15 Prozent ihres Gewichts, mit Tirzepatid (SURMOUNT-1) rund 20 Prozent.
- Kein Aufputschen. Puls und Blutdruck werden nicht künstlich hochgejagt, das Wirkprinzip hat mit Amphetamin nichts zu tun.
- Disziplin wird vermittelt. Du brauchst sie trotzdem, aber die neuen Gewohnheiten entstehen, während der Hunger gedämpft ist. Kleine Portionen werden normal.
- Langfristig geprüft. Die Studien liefen über ein Jahr und länger, mit Tausenden Teilnehmern.
- Auch als Tablette. Wer keine Spritze will, findet die Optionen unter Abnehmtabletten.
Alle diese Medikamente sind verschreibungspflichtig. Ein Arzt prüft, ob sie für dich infrage kommen, in der Regel ab einem BMI von 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes. Mehr unter Abnehmspritzen, Abnehmtabletten, Wegovy und Mounjaro.
Auch hier lauern Fälschungen. Wer Wegovy oder Mounjaro ohne Rezept aus dubiosen Quellen kauft, macht denselben Fehler wie mit Mirapront aus dem Netz. Woran du Fälschungen erkennst, steht unter Abnehmspritze Fälschungen.
Ich selbst habe meine 40 Kilo ohne Spritze und ohne Kapsel verloren, mit einem Defizit und Gewohnheiten, die ich bis heute habe. Wie das geht, steht in meiner Abnehm-Anleitung. Abnehmen ist Mathematik, kein Medikament ändert die Rechnung. Gute Medikamente machen es nur leichter, sie durchzuhalten.
Fazit: Taugt Mirapront N heute noch was?
Nein. Mirapront N war ein Kind seiner Zeit, als ein bisschen Amphetamin-Verwandtschaft zum Abnehmen noch als normal galt. Die Kapseln dämpften den Hunger, aber sie trieben Puls und Blutdruck nach oben und gehörten zu einer Wirkstoffgruppe, bei der die Behörden ein Risiko für lebensbedrohlichen Lungenhochdruck sahen. Das BfArM hat 2001 die Reißleine gezogen, 2021 folgte das Aus für alle Cathin-Präparate. Was heute unter dem Namen angeboten wird, ist illegal und im Zweifel gefährlicher als das Original.
Ein paar Kilo, erkauft mit Herzrasen und einem ernsten Risiko für die ganze Wirkstoffgruppe, ohne langfristige Studien. Heute nicht mehr zu bekommen und nicht mehr zu empfehlen. Ein Stück Apothekengeschichte, kein Abnehmmittel für 2026.
Ein ärztlich verschriebenes GLP-1-Medikament dämpft den Appetit über ein Sättigungshormon. Alle seriösen Anbieter im Anbieter-Vergleich.
Häufige Fragen zu Mirapront N
Gibt es Mirapront N noch zu kaufen?
Nein. Seit dem 6. Juni 2001 darf Mirapront N nicht mehr abgegeben werden, und seit 2021 ist in Deutschland überhaupt kein Cathin-Arzneimittel mehr zugelassen. Angebote im Netz sind illegal und haben einen unbekannten Inhalt.
Welcher Wirkstoff war in Mirapront N?
D-Norpseudoephedrin, auch Cathin genannt. Der Stoff ist mit Amphetamin verwandt und kommt natürlich im Kathstrauch vor.
Warum wurde Mirapront N verboten?
Der Wirksamkeitsnachweis galt als mangelhaft, dazu kam das Risiko eines lebensbedrohlichen Lungenhochdrucks, das die Behörden bei der ganzen Gruppe dieser Appetitzügler sahen. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis galt als negativ.
Ist Mirapront N dasselbe wie Alvalin oder X112?
Gleicher Wirkstoff, andere Präparate. X-112 und später Alvalin waren Cathin-Tropfen, die nach einem Gerichtsurteil 2002 zurückkamen. Alvalin verlor 2021 die Zulassung, mehr unter Alvalin.
Wo kann man Mirapront N heute bestellen?
Legal nirgends. Cathin ist ein Betäubungsmittel, und Behörden finden in Schlankheitskapseln aus dem Netz immer wieder nicht deklarierte Wirkstoffe wie Sibutramin. Lass es, der Inhalt kann dich ins Krankenhaus bringen.
Was hilft heute statt Mirapront N?
Bei einem BMI ab 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankung kann ein Arzt GLP-1-Medikamente wie Wegovy oder Mounjaro verschreiben. Sie dämpfen den Hunger über ein Sättigungshormon statt über das Stresssystem. Mehr unter Abnehmspritzen.
- Verbot von Appetithemmern – arznei-telegramm 6/2001
arznei-telegramm.com - Widerruf der Zulassungen mehrerer Appetitzügler, Meldung vom 6. Juni 2001 – Apotheker Zeitung 24/2001
deutsche-apotheker-zeitung.de - Arzneimittelsicherheit: Appetithemmer verboten – Stiftung Warentest 2001
test.de - Urteil des Gerichts erster Instanz vom 26. November 2002, Artegodan u. a. gegen Kommission (T-74/00 u. a.)
eur-lex.europa.eu - Efficacy and Safety of Cathine (Nor-Pseudoephedrine) in the Treatment of Obesity – Obesity Facts 2017
pmc.ncbi.nlm.nih.gov - Cathin – DocCheck Flexikon
flexikon.doccheck.com - Alvalin: Vertrieb eingestellt – PTA in Love 2021
pta-in-love.de - Betäubungsmittelgesetz, Anlage III – Bundesministerium der Justiz
gesetze-im-internet.de - Illegale Schlankheitsmittel – Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
lgl.bayern.de - Prohibited List – World Anti-Doping Agency
wada-ama.org - Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (STEP 1) – NEJM 2021
nejm.org - Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1) – NEJM 2022
nejm.org